Mehr ausgegeben als gewonnen? Wer Kapital­verluste mit Gewinnen verrechnet, kann Steuern sparen.

Wenn am Jahres­ende unterm Strich ein Verlust steht, ist das zunächst ernüchternd. Steuerlich kann sich eine finanzielle Schlappe aber durch­aus positiv auswirken. Hier erklären die Steuer­experten der Stiftung Warentest, wie jeder mit finanziellen Einbußen Steuern sparen kann und welche Sonder­regeln für Kapital­verluste Anleger kennen sollten.

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SpecialVerluste steuerlich nutzenFinanztest 12/2019
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Verlust­ausgleich vor Verlustab­zug

Auf Jobsuche, verspekuliert oder zu viel investiert? Manchmal läuft es einfach nicht rund. Über­steigen im Jahr die Aufwendungen die Einnahmen, entsteht ein Verlust. Steuerlich spricht man dann von negativen Einkünften. Immerhin: Diese senken die Steuerlast, weil sie sich in der Regel mit positiven Einkünften verrechnen lassen. Geben Steuerzahler Miese in ihrer Steuererklärung an, versucht das Finanz­amt zunächst, das Minus mit Gewinnen des selben Jahres auszugleichen. Bleibt anschließend trotzdem ein Negativ­betrag stehen, geht dieser nicht verloren. Denn der Verlust kann noch mit positiven Einkünften anderer Jahre verrechnet werden: Zum einen mit einem Plus, das im Vorjahr entstanden ist, zum anderen aber auch mit positiven Einkünften der Folge­jahre.

Mit Verlusten Steuern sparen – das bietet unser Special

Tipps und Tricks. Wir erklären, wie Sie „negative Einkünfte“ beim Finanz­amt geltend machen und wie Sie mit Verlusten aus Investmentfonds, Knock-Out-Zertifikaten, Anleihen und Privatdarlehen umgehen. Sie erfahren anhand von Rechenbei­spielen, wie Sie den optimalen Rück­trag eines Verlusts ins Vorjahr berechnen und welche Formalien und Fristen dabei zu beachten sind.

Hintergrund. Wir sagen, welchen besonderen Regeln Verluste aus Geld­anlagen folgen, wie die Bank Verluste verrechnet und wann das Finanz­amt aktiv wird.

Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Artikel aus 12/2019.

Sonder­regeln bei Verlusten aus Kapital­vermögen

Doch nicht bei allen Verlusten läuft es so einfach. Miese aus Kapital­vermögen haben eine Sonderstellung. Weil bei ihnen nicht die Einkommensteuer anfällt, sondern Abgeltung­steuer, müssen sie bei der Verlust­verrechnung getrennt von anderen Einkunfts­arten betrachtet werden.

Das macht die Bank

Zunächst beschäftigt sich die Bank damit, ob die Geld­anlagen eines Sparer Erträge abwerfen oder nicht. Verkaufen Anleger ein Wert­papier zu einem geringeren Preis, als sie selbst bei Kauf gezahlt haben, fahren sie einen Verlust ein. Um diese auszugleichen, zieht die Bank alle Depots und Konten zusammen, die der Sparer bei ihr innehat. Dabei unterscheidet sie allerdings, woher die Erträge stammen. In unserem Special erklären wir, welche Regeln dafür gelten und was es mit dem Begriff Verlust­verrechnungs­topf auf sich hat.

Das macht das Finanz­amt

Unterhalten Sparer Konten bei unterschiedlichen Banken und wollen Verluste über­greifend verrechnen, klappt das nur im Rahmen der Steuererklärung. Sie müssen dazu recht­zeitig bei der Bank eine Verlust­bescheinigung anfordern. Darin weist die Bank die Verluste aus und bucht den entsprechenden Betrag aus dem jeweiligen Verlusttopf aus. Anschließend kann der Anleger die Verluste in der Anlage KAP der Steuererklärung mitteilen. Das Finanz­amt gleicht diese dann mit Gewinnen aus, die mit Geld­anlagen bei anderen Banken entstanden sind und korrigiert den Steuer­abzug. In unserem Special erklären wir ausführ­lich, wie das funk­tioniert.

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