Rechts­status der Verlobung

Das Verlöbnis gilt als Vorstufe der Ehe und hat in Deutsch­land einen höheren Status als eine nicht eheliche Lebens­gemeinschaft. Laut Bürgerlichem Gesetz­buch (BGB) gelten Verlobte als Angehörige im Sinne des Gesetzes.

  • Zeug­nisverweigerungs­recht. Bei Strafsachen, die den Verlobten betreffen, darf man die Aussage verweigern.
  • Erbrecht. Verlobte erben nur, wenn sie im Testament genannt sind.
  • Voraus­setzungen. Verlobungen sind in Deutsch­land rechts­wirk­sam, wenn beide Partner voll­jährig sind. Ein „Ja“ zum mündlichen Heirats­antrag reicht aus – dann gilt das Bündnis. Minderjäh­rige brauchen die Erlaubnis ihrer Eltern, um sich zu verloben. Ist einer der Partner bei seiner Verlobung verheiratet, gilt die Verlobung als sittenwid­rig. Seit 2005 dürfen sich auch gleich­geschlecht­liche Paare verloben.

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