Verletzung beim Sport Meldung

Wird ein Mitspieler bei einem Sportwettkampf durch einen anderen verletzt, haftet der Verursacher nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) nicht. Das gilt sogar, wenn er dabei gegen eine Regel verstoßen hat (Az. VI ZR 296/08). Ein Fußballspieler zog sich im Spiel einen Bruch des Schien- und Wadenbeins zu. Er warf einem Gegenspieler vor, ihn von hinten mit ausgestrecktem Bein angegriffen zu haben, nachdem er den Ball schon abgespielt hatte. Der Verletzte verlangte Schadenersatz von seinem Gegner, unterlag aber in allen Instanzen. Teilnehmer einer Sportveranstaltung, so der BGH, dürften darauf vertrauen, nicht für Schäden in Anspruch genommen zu werden, die ohne nennenswerte Regelverstöße oder aufgrund der typischen Risiken eines Wettbewerbs entstehen. Mitentscheidend war, dass der Schiedsrichter die Situation nicht unfair fand.

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