Verlag warnt vor neuem Micky-Maus-Heft Meldung

Heft mit riskan-
tem Spielzeug.

Ein dem neuen Micky-Maus-Heft 11/2004 beigepacktes Spielzeug-Blasrohr ist gefährlich. Der Ehapa-Verlag warnt: Wenn Kinder am Rohr saugen statt zu pusten, kann der Pfeil oder das Mundstück in den Rachen gelangen und verschluckt werden. Vor allem jüngere Kinder sollten auf keinen Fall mit dem Blasrohr spielen. Das Heft kam am Dienstag in den Handel. Nach Angaben einer Verlagssprecherin wurden knapp 50 000 Exemplare ausgeliefert.

Einhaltung der Normen

Zumindest ein Kind verschluckte versehentlich das Mundstück des Blasrohrs. Zum Glück gelangte das Kunststoffteil nur in die Speiseröhre. Nach kurzer Behandlung im Krankenhaus konnte der betroffene Junge wieder nach Hause. Spielzeug-Extras für das Micky-Maus-Heft würden sorgfältig geprüft, versicherte der Ehapa-Verlag. Auch das Blasrohr sei von einem unabhängigen Institut untersucht worden und entspreche den europäischen Sicherheitsnormen. Eine Erklärung dafür, wieso es dennoch möglich ist, Pfeil oder Mundstück in den Rachen zu saugen, hat das Unternehmen nicht.

Aus dem Verkehr ziehen

Auf jeden Fall sollte das Blasrohr sofort aus dem Verkehr gezogen werden, empfiehlt der Verlag. Kinder, die das Heft mit dem gefährlichen Extra gekauft haben, erhalten Ersatz, wenn Sie an den Verlag schreiben. Hier sind die Adressen:

  • Deutschland: Egmont Ehapa Verlag, Leserservice „Micky Maus“, Postfach 81 06 20, 70523 Stuttgart
  • Schweiz: Egmont Ehapa Verlag GmbH, Leserservice „Micky Maus“, Postfach, CH 6002 Luzern
  • Österreich: Egmont Ehapa Verlag GmbH, Leserservice „Micky Maus“, Postfach 5, A- 6960 Wolfurt

Der Sicherheitsmangel bei Benutzung des Spielzeug-Extras berechtigt Käufer außerdem, die Ware im Laden zu reklamieren. Bei Rückgabe des Hefts haben Sie einen gesetzlichen Anspruch auf Rückzahlung des Kaufpreises. Möglich ist auch, das Heft zu behalten und wegen des mangelhaften Spielzeugs einen Teil des Geldes zurückzuverlangen. Viele Händler behalten sich allerdings in ihren Geschäftsbedingungen vor, zunächst den Versuch einer Ersatzlieferung starten zu dürfen.

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