Auto­fahrer dürfen sich nicht darauf verlassen, wenn ein anderer blinkt. Eine Frau wollte vom Supermark­park­platz auf die Straße. Dort kam ein Auto, das rechts blinkte und lang­samer wurde. Im Glauben, dass der Fahrer zum Supermarkt wollte, fuhr die Frau los. Der andere bog aber nicht ab – es krachte.

Das Ober­landes­gericht Dresden entschied: Die Frau hätte nur aufs Blinken vertrauen dürfen, wenn es weitere, eindeutige Zeichen gegeben hätte, etwa den Beginn des Abbiegens. Dass der andere sein Tempo verringert hatte, reichte nur, um ihren Schuld­anteil auf 30 Prozent zu drücken (Az. 7 U 1876/13).

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