Verkehrs­unfall Meldung

Mitfahrern des Unfall­ver­ursachers ersetzt die Versicherung bei einem Auto­unfall nicht alle Sach­schäden.

Wer bei Bekannten im Auto mitfährt, sollte wissen: Baut der Freund einen Unfall, muss seine Kfz-Haft­pflicht­versicherung beschädigtes Gepäck nicht ersetzen. Das Land­gericht Erfurt entschied: Die Auto­versicherung muss nur einstehen, wenn Fahrzeug­insassen verletzt oder ihre Kleidung oder andere am Körper getragene Gegen­stände wie Handy oder Brieftasche beschädigt werden (Az. 1 S 101/12). Im konkreten Fall wurde das rund 630 Euro teure Notebook des Mitfahrers zerstört. Er verlangte Schaden­ersatz von der Kfz-Haft­pflicht­versicherung seines Bekannten. Ein Laptop sei groß und sper­rig, weshalb es nicht üblich sei, ihn ständig mit sich zu führen, urteilten die Richter. Will der Mitfahrer Geld für seinen Computer sehen, muss er sich an den Fahrer des Autos halten. Der kann die Kosten nicht auf seine Privathaft­pflicht­versicherung abwälzen. Die schließt alles aus, was mit dem Auto­fahren zu tun hat. Wäre ein anderer Auto­fahrer schuld am Unfall, müsste dessen Kfz-Haft­pflicht­versicherung für sämtliche Schäden an Personen und Sachen im gegnerischen Auto aufkommen.

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