Verkehrs­unfall Meldung

Wenn Radfahrer schwere Verkehrs-verstöße begehen, können sie sich nicht auf die Betriebs­gefahr von Autos berufen.

Eine Radfahrerin, die einem Auto­fahrer die Vorfahrt genommen hat, muss Schaden­ersatz und 500 Euro Schmerzens­geld an den Auto­fahrer zahlen. Das hat das Ober­landes­gericht Oldenburg entschieden und die Widerklage der Radlerin abge­wiesen (Az. 1 U 19/14). Die Radfahrerin hatte dem Auto­fahrer die Vorfahrt genommen, war auf Wind­schutz­scheibe und Dachkante des Autos geschleudert worden und hatte sich schwer verletzt.

Der Auto­fahrer erlitt einen Schock und forderte Schaden­ersatz und Schmerzens­geld – die Radfahrerin wollte darauf­hin rund 30 000 Euro Schmerzens­geld und 5 000 Euro Schaden­ersatz.

Das Gericht gab dem Auto­fahrer recht. Er habe die Kollision nicht verhindern können. Er hafte auch nicht, weil von jedem Auto eine Betriebs­gefahr ausgeht. Die Radfahrerin habe allein Schuld. Das Urteil ist noch nicht rechts­kräftig.

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