Kommt es zu einem Unfall, nachdem ein Autofahrer aus einer Ausfahrt in den fließenden Verkehr eingebogen ist, nehmen Gerichte zunächst die Schuld des Ausfahrenden an. So spricht nach Ansicht des Oberlandesgerichts Celle in so einem Fall der erste Anschein für einen Fehler des Fahrers, der aus der Ausfahrt kam (Az. 14 U 239/02). Den Kopf aus der Haftungsschlinge bekommt er dann nur, wenn er den Anscheinsbeweis erschüttert, etwa indem er das Gericht überzeugt, dass auch der andere Fahrer einen Fehler gemacht haben könnte.

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