Selbst bei 18 Punkten in der Flensburger Verkehrssünderkartei ist der Führerschein nicht zwangsläufig futsch. Nach einem Beschluss des Trierer Verwaltungsgerichts muss der betreffende Autofahrer vorher die Gelegenheit haben, an einer Nachschulung teilzunehmen (Az. 1 L 225/01).

Das Gericht rettete damit einem Autofahrer den Führerschein. Die Behörden schickten ihn zu einem Aufbauseminar, als er 14 Punkte angesammelt hatte. Dieser Anordnung konnte der Mann aber wegen eines Krankenhausaufenthalts nicht folgen. Als sein Punktekonto schließlich auf 18 Punkte gestiegen war, sollte er seinen Führerschein abgeben.

Das ist nicht in Ordnung, befanden die Trierer Richter. Eine so harte Strafe wie der Entzug der Fahrerlaubnis sei erst dann gerechtfertigt, wenn zuvor verkehrspädagogische und psychologische Maßnahmen fruchtlos geblieben seien.

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