Noch brauchen Verkehrssünder Knöllchen aus dem Ausland nicht zu zahlen. Das Geld kann in Deutschland nicht eingetrieben werden. Ausnahme ist Österreich, mit dem es ein Abkommen gibt. Die EU-Justizminister hatten schon 2003 einen Rahmenbeschluss vereinbart, aber nicht in nationales Recht umgesetzt. „Wir rechnen nicht damit, dass das noch in diesem Jahr geschieht“, meint Juristin Katrin Stroech vom ADAC. Verkehrssünder sollten aber bedenken: In einigen Ländern sind Strafregister schnell abrufbar. Wer bei der nächsten Einreise erwischt wird, kann zur Kasse gebeten werden. Außerdem gilt teils eine fünfjährige Verjährungsfrist, und das Abkommen lässt eventuell auch das Eintreiben alter Forderungen zu. Die neue Regelung wird aber nur für Bußgelder ab 70 Euro gelten. Punkte in Flensburg bringen Verstöße im Ausland nicht.

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