Wird ein Hotel durch eine Drehtür betreten, dann müssen die Gäste leicht erkennen können, wo sich die Öffnung befindet. Bei einem Hotel an der Ostsee war das nicht der Fall. Eine 86-Jährige, die sich dem Eingang von der Seite näherte, stieß gegen die gläserne Türeinfassung. Sie stürzte und verletzte sich. Sie verklagte den Hotel­betreiber auf Schmerzens­geld und Ersatz von Sach­schaden. Das Schleswig-Holsteinische Ober­landes­gericht gab der Klage zum Teil statt (Az. 11 U 109/16). Der Betreiber habe seine Verkehrs­sicherungs­pflicht verletzt, weil das seitliche Glas­element der Drehtür nicht in Augen­höhe gekenn­zeichnet war.

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