Verkehrssicherheit Meldung

Die zunehmende Zahl von Elektrofahrrädern birgt ein neues Risiko im Straßenverkehr, wie Crashtests demonstrieren.

Gefahren im Stadtverkehr. Mit anschaulichen Demonstrationen beim Crashtesttag in Wildhaus wiesen die Verkehrssicherheitsexperten von Axa und Dekra auf Gefahren hin, die speziell im Stadtverkehr lauern.

Geschwindigkeit unterschätzt. So berge die zunehmende Zahl von Elektrofahrrädern ein neues Risiko: Die typische Silhouette eines Fahrrads und dessen womöglich nicht mehr jungen Fahrers täuschen auch den umsichtigen Autofahrer über die tatsächliche Annäherungsgeschwindigkeit der bis zu 45 km/h schnellen E-Bikes hinweg. Ein erhebliches Verletzungsrisiko besteht für den Radler schon beim Aufprall auf die Autotür, die beim Crash aus der Verankerung gerissen wurde. Mit großer Wucht prallte der Dummy zudem nach mehreren Metern Flugstrecke auf die Fahrbahn. Autofahrer müssen sich also auf das höhere Tempo von E-Bikes einstellen.

Autotür aufgerissen. Radler auf der Fahrbahn sind auch dadurch gefährdet, dass unachtsame Autofahrer plötzlich die Tür des parkenden Autos öffnen. (E-)Radler sollten auf Personen in parkenden Autos achten, möglichst ausreichenden Seitenabstand halten und immer einen Helm tragen.

Einfädeln lassen. Lkw stehen in der Stadt zum Entladen oft in der zweiten Reihe. Ein besonderes Risiko für Zweirad- und Autofahrer stellt dabei die schlecht erkennbare geöffnete Ladebordwand dar. Autos, die sie zu spät erkennen und sich nicht rechtzeitig in den links fließenden Verkehr einfädeln können, prallen in Höhe der Frontscheibe gegen die harte Kante der Ladeklappe. Die Knautschzone des Autos bleibt dadurch unwirksam, ein hohes Verletzungsrisiko für die Fahrzeuginsassen ist die Folge. Wie es einem Zweiradfahrer ergeht, der mit dem Körper oder Hals die Ladeklappe trifft, kann man sich leicht vorstellen. Lkw-Fahrer sollten Warnblinker und -tafeln (Pylone) zur besseren Kenntlichmachung der Ladebordwand verwenden und sie möglichst ganz runterfahren, Autofahrern das Einfädeln in die linke Spur erleichtern.

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