Über die Einführung einer Pflicht für Autofahrer, auch tagsüber mit Licht zu fahren, wird auf neuer Grundlage diskutiert. Eine Untersuchung der Universität Amsterdam im Auftrag der Europäischen Verkehrsministerkonferenz ergab beeindruckende Zahlen: In Europa müssten jährlich 5.500 weniger Menschen den Verkehrstod sterben, wenn Tagfahrlicht zur Pflicht gemacht werden würde. Jährlich seien etwa 740.000 Tages-Unfälle weniger zu erwarten. Es gäbe auch 155.000 Verletzte weniger.

Ein Großversuch an Unfallschwerpunkten in Niedersachsen bestätigte den Trend. Wie der Automobil Club Europa ACE berichtete, wurde ein Jahr lang an ausgewählten Stellen mit Plakaten an die Fahrer appelliert, ständig mit Licht zu fahren. Daraufhin gab es einen Rückgang der Todesopfer um 25 Prozent. Nächtliche Unfälle blieben unberücksichtigt. Insbesondere Zusammenstöße mit dem Gegenverkehr gingen durch die schnellere und bessere Erkennbarkeit der Verkehrsteilnehmer deutlich zurück.

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