Verkehrs­recht Meldung

Höhere Bußgelder, Warn­westenpflicht, neue Norm für Verbands­kästen – für Auto­fahrer ändert sich bald so einiges. Im Mai tritt das neue Fahr­eignungs­register in Kraft, und auch die Bußgelder für zahlreiche Verkehrs­verstöße steigen. test.de erklärt, was auf Sie zukommt.

Telefonieren ohne Frei­sprech­einrichtung wird teurer

Parallel zur Punktereform – im Mai tritt das neue Fahr­eignungs­register in Kraft – verteuern sich etliche Verkehrs­verstöße. Statt bisher 40 Euro Bußgeld müssen Auto­fahrer ab Mai 60 Euro zahlen, wenn sie zum Beispiel ein Mobiltelefon während der Fahrt ohne Frei­sprech­einrichtung benutzen, ein Rettungs­fahr­zeug im Einsatz behindern, mit Sommer- statt mit Winterreifen bei Glätte unterwegs sind oder die Haupt­unter­suchung des Wagens um mehr als vier bis acht Monate über­schreiten. Von 50 Euro auf 70 Euro steigt das Bußgeld für Vorfahrt- und Rotlicht­verstöße sowie für das Miss­achten von Aufforderungen durch Polizei­beamte. Weitere Informationen finden Sie im Bußgeldkatalog.

Warn­weste im Auto künftig Pflicht

Ab 1. Juli müssen Pkw- und Lkw-Fahrer eine Warn­weste an Bord haben. Deutsch­land passt sich damit der Regelung der meisten Nach­barländer an. Die Weste muss im Innenraum verstaut sein und dem europäischen Stan­dard Iso 20471 entsprechen.

Neue Norm für Verbandkästen

Seit Januar 2014 gilt eine geänderte Norm für Verbandkästen, die DIN 13164. Neu aufgenommen wurden ein Pflasterset und Haut­reinigungs­tücher. Auto- und Motor­radfahrer sollten ihre Verbandkästen prüfen und vervoll­ständigen. Oft ist der Neukauf eines Kastens aber güns­tiger als die Ergän­zung. Pflicht ist der neue Inhalt noch nicht.

Tipp: Wer einen neuen Verband­kasten kauft, sollte darauf achten, dass er nach der neuen Norm befüllt ist. In diesem Jahr dürfen die Händler noch die alten anbieten.

Auto­matische Luft­druck­kontrolle

Spätestens ab November müssen alle Neuwagen mit einem auto­matischen Luft­druck-Kontroll­system ausgestattet sein. Dadurch soll der Kraft­stoff­verbrauch sinken, denn Reifen mit zu wenig Luft erhöhen den Fahr­widerstand und damit den Verbrauch. Auch die Gefahr von Reifen­platzern soll reduziert werden. Da für neue Fahr­zeug­typen eine entsprechende Regelung bereits seit 2012 gilt, sind viele Autos schon jetzt mit der Technik ausgerüstet.

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