Verkehrs­recht Meldung

Stau­bilanz. Der ADAC zählte im Jahr 2016 durch­schnitt­lich 1 901 Staus pro Tag.

Übers Wochen­ende wird es auf vielen deutschen Auto­bahnen wieder hoch hergehen. Stau ist Alltag auf dem German Highway. Gefähr­lich wird es, wenn die Fahrer die Regeln nicht beachten. Wir sagen, was gilt, wenn nichts mehr geht.

Warn­blinker setzen

Den Warn­blinker dürfen Auto­fahrer laut Straßenverkehrs­ordnung nur einschalten, um andere Verkehrs­teilnehmer vor Gefahren zu warnen. Wer an ein Stauende heran­fährt, sollte den Blinker setzen, um die nach­folgenden Autos vor dem Stau zu warnen, Pflicht ist das aber nicht.

Rettungs­gasse bilden

Sobald ein Stau entsteht, müssen Auto­fahrer eine Rettungs­gasse bilden. Bei zweispurigen Auto­bahnen muss sich die Gasse in der Mitte der beiden Fahr­spuren befinden. Wie die Gasse bei Straßen mit drei Spuren gebildet wird, zeigt das kleine Bild oben. Auto­fahrern, die sich nicht daran halten, drohen 20 Euro Verwarngeld.

Seiten­streifen freihalten

Der Seiten­streifen ist für Notfälle und Pannen da. Das Halten ist dort verboten. Fahrer, die ihn bei Stau nutzen, um schneller an der Auto­schlange vorbei zum nächsten Rast­platz zu kommen oder zur nächsten Ausfahrt, riskieren eine Strafe von 75 Euro und einen Punkt in Flens­burg. Darauf weist der ADAC hin.

Aussteigen verboten

Auf der Auto­bahn ist es verboten auszusteigen – es sei denn, der Fahrer muss eine Unfall­stelle sichern. Das gilt auch im Stau. Betritt man die Fahr­bahn trotzdem, droht ein Bußgeld von 10 Euro. Bei Hitze und wenn der Verkehr schon längere Zeit still­steht, drückt die Polizei oft ein Auge zu. Das Wichtigste ist, dass Rettungs­kräfte nicht durch herum­stehende Auto­fahrer behindert werden.

Einfädeln zulassen

Wenn sich die Fahr­bahn plötzlich von zwei auf eine Spur verengt – etwa wegen eines Unfalls – müssen sich die Autos unmittel­bar vor der Engstelle im Reiß­verschluss­verfahren einordnen. Wer hier absicht­lich das Einordnen der anderen Fahr­zeuge verhindert, muss mit 20 Euro Verwarnungs­geld rechnen.

Keine Vorfahrt für Motorräder

Biker dürfen sich nicht zwischen den Autos hindurch­schlängeln, um im Stau schneller voran­zukommen. Dieser Verstoß wird mit einer Geldbuße von 100 Euro und einem Punkt geahndet.

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