Die Verkehrs­opfer­hilfe ist eine Art Sonderfonds, der Geschädigte nach Unfällen mit nicht ermittelten oder nicht versicherten Autos in Deutsch­land unterstützt. Allerdings sind die Voraus­setzungen strikt. Das bekam auch eine Auto­fahrerin zu spüren, die einem entgegen­kommenden Fahr­zeug ausweichen wollte und dabei schwer verunglückte. Es ließ sich nicht heraus­finden, wer den Wagen gelenkt hatte. Zudem war die Frau mehr als ein Viertel­jahr arbeits­unfähig und litt auch danach noch an chro­nischen Schmerzen. Einen Anspruch auf Schmerzens­geld aus dem Fonds hat sie trotzdem nicht, so das Land­gericht Gießen (Az. 5 O 206/13). Der nämlich muss nur zahlen, wenn jemand besonders schwer verletzt wird, zum Beispiel eine Quer­schnitts­lähmung erleidet oder Gliedmaßen verliert. Für Sach­schäden gibt es ohnehin nie Ersatz.

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