Unser Rat

Anspruch. Wenn Sie bei einem Unfall verletzt wurden und der Verantwortliche nicht dafür haftbar gemacht werden kann, wenden Sie sich an die Verkehrsopferhilfe. Bis zu drei Jahre nach einem Verkehrsunfall können Sie dort Ihre Ansprüche geltend machen.

Antrag. Der Weg zum Geld ist für Unfallopfer recht einfach. Geschädigte können bei der Verkehrsopferhilfe unter der Telefonnummer 0 40/30 18 00 anrufen. Sie werden dann ­gebeten, den Fall schriftlich und formlos zu schildern. Unter www.verkehrsopferhilfe.de gibt es aber auch ein über­sichtliches Formular, das die Schilderung erleichtert und dabei hilft, nichts Wichtiges zu vergessen.

Ablehnung. Lehnt die Verkehrsopferhilfe den Antrag eines Geschädigten ab, kann er sich an ihre Schiedsstelle wenden. Neben einem unabhängigen Vorsitzenden und einem Vertreter der Versicherungswirtschaft sitzt auch ein Verbraucherschützer in der Schiedsstelle. Erst wenn die Parteien sich hier nicht einigen können, kann das Opfer vor Gericht gegen die Ablehnung klagen. Geht es um mehr als 5 000 Euro, ist nicht das Amtsgericht, sondern das Landgericht für eine solche Klage zuständig.

Selbsthilfe. In Deutschland gibt es einige ­Interessengemeinschaften und Selbsthilfe­gruppen, die sich um die Belange von Unfallopfern und deren Angehörigen küm­mern.

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