Will der Vermieter mehr Miete und ermittelt ein Sachverständiger eine Spanne ortsüblicher Vergleichsmieten, darf der Vermieter bis zum höchsten Wert der Spanne gehen (Bundesgerichtshof, Az. VIII ZR 30/09).

Im Streit um eine Mieterhöhung hatte das Amtsgericht Görlitz mangels Mietspiegel einen Sachverständigen beauftragt, die Vergleichsmiete zu ermitteln. Sie ist maßgeblich für die maximale Höhe der neuen Miete. Der Experte ermittelte eine Spanne von 3,35 Euro bis 3,59 Euro pro Quadratmeter. Als der Vermieter die Miete daraufhin auf 3,59 Euro hochsetzte, ging der Streit zum Bundesgerichtshof. Der gab dem Vermieter recht. Er müsse nicht den unteren oder einen mittleren Wert wählen, sondern dürfe den höchsten ansetzen.

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