So haben wir getestet

SOFORTRENTE

Wir haben 26 sofort beginnende klassische Renten­versicherungen mit fester Renten­zusage untersucht.

Modell­kunde

Unser Modell­kunde ist 65 Jahre alt und zahlt 100 000 Euro ein. Seine Rente fließt lebens­lang ab dem 1. November 2017. Sie soll mindestens 20 Jahre lang ausgezahlt werden, selbst wenn der Kunde vorher stirbt (Renten­garan­tiezeit, siehe Check­liste „Sofortrente: Gut vorbereitet für den Vertrags­abschluss“).

Renten­zusage (50 %)

Wir haben die Rente im ersten Jahr bewertet. Sie ist über die gesamte Lauf­zeit garan­tiert. Über­schüsse erhöhen die garan­tierte Rente. Deshalb ist davon auszugehen, dass diese Rente in den Folge­jahren höher ausfällt.

Anla­geerfolg (40 %)

Der Anla­geerfolg gibt an, wie viel ein Versicherer mit dem Geld des Kunden erwirt­schaftet und wie viel er ihm vom Ertrag gutschreibt. Wir haben die vergangenen drei Jahre untersucht: Das Ergebnis von 2016 geht mit 50 Prozent ein, das von 2015 mit 30 Prozent und der Wert von 2014 mit 20 Prozent.

Trans­parenz (10 %)

Wir haben die vorvertraglichen Informationen der Renten­versicherer untersucht. Wichtig ist, dass die Versicherer Angaben zum Verlauf der Rente machen. Sie sollten Hoch­rechnungen liefern, wie sich die Über­schuss­beteiligung nach aktueller Rechnung und bei künftigen Änderungen entwickelt. Der Kunde soll außerdem anhand der Vertrags­unterlagen das Über­schuss­system verstehen und die Über­schuss­höhe erkennen können.

Da die Versicherer nicht nur den Beitrag, sondern auch die Über­schüsse in eine Rente umrechnen, sollen sie auch über ihre Rechnungs­grund­lagen informieren. Hierzu zählen Angaben zum Rechnungs­zins und zur verwendeten Sterbe­tafel. Zudem sollen die Versicherer ihre Gebühren und Kosten offenlegen. Die Kosten, die in den Renten­betrag einge­rechnet sind, können dabei in Euro und Cent, als prozentuale Angabe und als Kostenquote oder Renditekenn­zahl genannt werden.

Option auf Kapitalzahlung und Pflege­option

Siehe Check­liste „Sofortrente: Gut vorbereitet für den Vertrags­abschluss“.

AUSZAHL­PLAN

Wir haben analysiert, wie sich Auszahl­pläne mit einem Pantoffel-Portfolio entwickelt hätten, bei denen wir aus anfangs 100 000 Euro monatlich Geld entnehmen. Wir betrachten Portfolios in defensiver, ausgewogener und offensiver Variante mit je 25, 50 und 75 Prozent Aktien-ETF-Anteil und Portfolios nur mit Tages­geld oder Aktien-ETF.

Kapitalmarkt­szenarien

Wir testen die Entnahme­pläne in verschiedenen Kapitalmarkt­szenarien über Zeiträume von jeweils 10, 20 und 30 Jahren. Für die drei fiktiven Szenarien unterstellen wir beim Aktienmarkt einen 50-prozentigen Einbruch inner­halb eines Monats jeweils zu Beginn eines Zehn­jahres­zeitraums. Die Aktienmarkt­renditen betragen im schlechten Szenario durch­schnitt­lich 0 Prozent pro Jahr, im mitt­leren 4 Prozent und im guten Szenario 7 Prozent. Die Geldmarkt­renditen liegen entsprechend bei 0, 1 und 2 Prozent pro Jahr. Für das historische Szenario betrachten wir die Zeit vor dem 30. September 2017. Der Simulation des Aktien-ETF haben wir die Wert­entwick­lung des MSCI World Total Return Index in Euro abzüglich jähr­licher Kosten in Höhe von 1 Prozent zugrunde gelegt. Für das Tages­geld haben wir den Geldmarkt­zins Fibor/Euribor (mit Unter­grenze null) verwendet.

Entnahme

Wir unter­suchen zum einen die Variante mit fester monatlicher Entnahme, bei der wir über den ganzen Zeitraum den gleichen Betrag entnehmen. Zum anderen betrachten wir die flexible Entnahme. Dabei wird stets der Betrag entnommen, der sich ergibt, wenn man monatlich das vorhandene Vermögen durch die Rest­lauf­zeit in Monaten teilt. Das Verhältnis von Aktien und Tages­geld wird dabei nahe der jeweils ursprüng­lichen Aufteilung gehalten.

Weicht der kleinere Portfolio-Anteil um mehr als 20 Prozent von der Zielgewichtung ab, wird statt aus dem Tages­geld aus dem Aktien-ETF entnommen, bis die Zielgewichtung wieder erreicht ist. Dann wird wieder aus dem Tages­geld entnommen.

Für die Variante mit flexibler Entnahme ermitteln wir, in welchem Rahmen sich die monatliche Entnahme bewegt hätte. Wir geben die kleinste, die größte und die durch­schnitt­liche Monats­entnahme pro Szenario und Lauf­zeit an. Wir geben die Netto-Entnahme­beträge an unter Berück­sichtigung von 0,4 Prozent Entnahme­plan­kosten pro Entnahme aus den Aktien-ETF.

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