So haben wir getestet

Sofortrente

Im Test. Wir unter­suchen 21 sofort beginnende klassische Renten­versicherungen mit fester Renten­zusage und voll­dynamischer Über­schuss­verwendung.

Modell­kundin

Unsere Modell­kundin ist 65 Jahre alt und zahlt 100 000 Euro ein. Ihre Rente fließt lebens­lang ab dem 1. Oktober 2020. Sie soll mindestens 20 Jahre lang ausgezahlt werden, selbst wenn die Kundin vorher stirbt (Renten­garan­tiezeit).

Renten­zusage (50 %)

Wir haben die Höhe der Rente im ersten Jahr bewertet, sie ist für die ganze Lauf­zeit garan­tiert. Über­schüsse können die garan­tierte Rente erhöhen. Dann kann die Auszahlung steigen.

Anla­geerfolg (35 %)

Wir haben bewertet, wie viel ein Versicherer mit dem Kunden­guthaben erwirt­schaftet und wie viel von den Erträgen er den Kunden gutgeschrieben hat (Kundenzins). Ferner haben wir bewertet, ob und wie hoch der Kundenzins über den Zins­verpflichtungen für alle Verträge im Bestand (Rechnungs­zins) liegt. Dafür wurde Kunden- und Rechnungs­zins der Jahre 2019, 2018 und 2017 betrachtet, wobei Werte aus 2019 mit 50, Werte aus 2018 mit 30 und Werte aus 2017 mit 20 Prozent in die Berechnung eingingen.

Trans­parenz und Flexibilität (15 %)

Wir haben die vor Vertrags­schluss an die Kundin ausgehändigten Unterlagen untersucht. Trans­parenz­kriterien waren unter anderen: Darstellung der Auswirkungen unterschiedlicher Über­schuss­höhen auf die Rente, der Abschluss- und Vertriebs­kosten, gesondert erhobener Gebühren, Angaben zur angenom­menen Gesamt­verzinsung, zum Über­schuss­anteil­satz sowie zum Rechnungs­zins und zur verwendeten Sterbe­tafel. Bei der Flexibilität haben wir die Möglich­keiten zur Kapitalent­nahme und damit verbundene Kosten untersucht.

Abwertungen

Abwertungen (mit *) gekenn­zeichnet) führen dazu, dass sich Produktmängel verstärkt auf das Qualitäts­urteil auswirken. Lautete das Urteil für die Renten­zusage Ausreichend, konnte das Qualitäts­urteil höchs­tens eine Note besser sein.

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ETF-Auszahl­plan

So haben wir bei der Pantoffel-Rente mit Puffer gerechnet

In unseren Szenarien zeigen wir, wie sich eine ausgewogene Pantoffel-Rente mit einge­bautem Puffer für eine Modell­rentnerin über 35 Jahre, nämlich vom 65. bis zum 100. Lebens­jahr entwickeln könnte. Die Szenarien unterscheiden sich darin, wie unsere Rentnerin die Pantoffel-Rente im hohen Alter hand­habt.

Grund­lage der Pantoffel-Rente

Grund­lage der Rente ist in unseren Szenarien immer ein ausgewogenes Pantoffel-Portfolio, das je zur Hälfte aus einem Rendite­baustein und einem Sicher­heits­baustein besteht.

Der Rendite­baustein beim Pantoffel­portfolio ist ein ETF auf den Welt­aktienmarkt. In unseren Simulationen legen wir bei diesem für die ersten 30 Jahre eine Entwick­lung zugrunde, wie sie in den vergangenen 30 Jahren statt­gefunden hat. Die Grafik zeigt den Wert­verlauf mit schweren Einbrüchen von bis zu 56 Prozent im zweiten Jahr­zehnt. Die durch­schnitt­liche Rendite lag unter Berück­sichtigung der Kosten bei 7,1 Prozent pro Jahr. Wir haben mit einem Rendite­abschlag von 0,5 Prozent kalkuliert, der für ETF typisch ist.

Für den Sicher­heits­baustein im Pantoffel-Portfolio empfehlen wir möglichst gut verzinstes Tages­geld (siehe auch unser Special Zinsen). In unseren Berechnungen haben wir, dem aktuellen Zins­niveau entsprechend, für die gesamte Lauf­zeit 0,25 Prozent pro Jahr angesetzt – und nicht die deutlich höhere Verzinsung in der Vergangenheit.

Auch wenn wir beim Aktienmarkt die historische Entwick­lung von 30 Jahren verwenden, zeigen unsere Szenarien einen Zeitraum von 35 Jahren. So geben wir in den Analysen eine Vorstellung davon, was bei über­raschend langer Lebens­dauer passieren kann.

Entnahme mit Verlustpuffer

Jedes Szenario startet mit einem ausgewogenen Pantoffel-Portfolio mit 100 000 Euro, das heißt die Hälfte des Geldes liegt im Tagegeld, die Hälfte im Aktien-ETF. Monatlich wird ein Betrag entnommen.

Wir planen, auf Basis historischer Verlust­zahlen, einen dyna­mischen Verlustpuffer für den Aktien­teil ein, der je nach aktueller Börsenlage bis zu 60 Prozent groß werden kann. Wir unterstellen eine Erholungs­rendite von 7 Prozent, sodass die antizipierte Verlust­phase ungefähr 13 Jahre dauert – das entspricht den schlimmsten Erfahrungen bisher.

Um die Höhe der Entnahme aus der Pantoffel-Rente zu ermitteln, teilen wir monatlich das relevante Vermögen durch die Rest­lauf­zeit. Das relevante Vermögen ergibt sich aus den Euro-Beträgen, die auf dem Tages­geld und im Aktien-ETF liegen, Letzteres multipliziert mit einem Faktor. Dieser Faktor ergibt sich aus dem oben erwähnten Verlustpuffer und der erwarteten Erholungs­rendite.

Anleger können mithilfe unseres Entnahme­rechners ihre individuelle Entnahme­höhe bestimmen (siehe auch unser Special Geld anlegen mit Finanztest).

  • Die Entnahmen erfolgen immer aus dem Tages­geld und sind kostenlos.
  • Das Portfolio wird monatlich über­prüft, ob die Gewichtungen der Bausteine im zulässigen Bereich sind.
  • Abweichungen bis zu 10 Prozent­punkte von der hälftigen Zielgewichtung sind zulässig, ansonsten wird umge­schichtet.

Ablaufmanagement

Wir analysieren drei verschiedene Formen des Ablaufmanagements (Szenarien):

  1. Umschichten des Rest­vermögen aus dem Pantoffel-Portfolio ins Tages­geld im Alter von 90 Jahren,
  2. Wechsel aus einer Pantoffel-Rente in eine Sofortrente mit 80 Jahren sowie
  3. Verlängerung der Lauf­zeit der Pantoffel-Rente mit 85 Jahren und Wechsel ins Tages­geld mit 95 Jahren.
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