Sind Sie eher der Typ Sofortrente oder der Typ Auszahl­plan? Finden Sie es raus mit unserem Test!

Der Ruhe­stand naht und das Konto ist gut gefüllt. Schön für Sie. Doch wie nutzen Sie dieses Vermögen optimal, um die Rente zu ergänzen? Die Alters­vorsorge-Spezialisten der Stiftung Warentest wollten wissen, welche regel­mäßigen Monats­zahlungen möglich sind, wenn das Vorsorgever­mögen 100 000 Euro beträgt. Sie haben zwei Alternativen untersucht: Sofortrente und ETF-Auszahl­plan. Mithilfe unseres Tests können Sie heraus­finden, welche Variante für Sie eher geeignet ist.

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TestSofortrente oder ETF-Auszahl­plan19.10.2020
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Sofortrente oder Auszahl­plan?

Vor dieser Frage stehen Ruhe­ständler, die Geld übrig haben – etwa aus einer Lebens­versicherung, einem Fonds­sparplan oder einer Erbschaft – und damit ihre Rente ergänzen wollen. Dabei geht es um zwei grund­legend verschiedene Konzepte. Die Sofortrente bei einem Lebens­versicherungs­unternehmen deckt das „Lang­lebig­keits­risiko“ ab. Damit ist gemeint: Die bei Vertrags­schluss zugesagten Renten sind nicht gerade hoch, aber sie fließen ein Leben lang – egal wie alt der Rentner wird. Beim Auszahl­plan muss er dagegen schauen, wie lange das Geld reichen soll. Dafür sind die möglichen Auszahlungen deutlich höher.

Für wen welche Variante sinn­voll ist

Ist es sinn­voll, diese beiden unterschiedlichen Konzepte zu vergleichen? Wir finden: Ja. Nicht jeder will einen großen Teil seines Geldes einer Versicherung rüberschieben, damit die es einem Stück für Stück zurück­zahlt. Auch wenn dies eine sehr bequeme und sicherere Art der Vorsorge ist.

Rente gegen Einmalbetrag. Viele Menschen haben einfach keine Lust, sich im Alter um die Verwaltung ihres Vermögens zu kümmern. Sie können einmal in eine sofort beginnende Renten­versicherung einzahlen und brauchen sich dann nicht mehr weiter kümmern. Deshalb heißt diese Vorsorgevariante auch Rente gegen Einmalbeitrag.

ETF-Auszahl­plan. Doch wer schon eine üppige Betriebs­rente zusätzlich zur gesetzlichen Rente hat, benötigt nicht zwingend noch eine weitere Renten­versicherung. Er sollte sein Vermögen ertragreicher investieren für eine regel­mäßige monatliche Auszahlung. Hier kommt ein ETF-Auszahl­plan ins Spiel. Mit Sofortrente oder Auszahl­plan gibt es also zwei Optionen, die unterschiedliche Bedürf­nisse befriedigen.

Das bietet unser Test Sofortrente vs. Auszahl­plan

Orientierung und Entscheidungs­hilfe. Mithilfe unserer Check­listen finden Sie heraus, ob für Sie eher eine Sofortrente oder ein Auszahl­plan geeignet ist, und wie Sie Ihren Gestaltungs­spielraum bei der Sofortrente am besten nutzen.

Test­ergeb­nisse für 21 Sofortrenten. Unsere Tabelle zeigt, welcher Anbieter die höchsten Renten zahlt – und dass sich genaues Vergleichen lohnt.

Schritt-für-Schritt-Anleitung. Wir erklären Ihnen, wie Sie Ihren Auszahl­plan optimal gestalten.

Simulations­rechnungen. Wir sagen, mit wie viel Geld monatlich Sie später rechnen können, wenn Sie heute einen Auszahl­plan abschließen.

Praxis­tipps. Alles über die besten Aktien-ETF, die güns­tigsten Depots für Auszahl­pläne und welche jähr­lichen Anpassungen sinn­voll sind.

Steuern und Sozial­abgaben. Wir erklären, inwiefern auf Sofortrenten Steuern anfallen und wann Beiträge zur Kranken- und Pflege­versicherung fällig sind.

Sofortrente: Nied­rige Rente, hohe Sicherheit

Unsere Renten­experten haben 21 Angebote unter die Lupe genommen und Qualitäts­urteile vergeben. Mangehaft war kein Angebot in unserem Test. Gute und sehr gute Tarife gab es aber leider auch nicht. Die Höhe der monatlichen Rente ist eher bescheiden. Dafür fließt sie ein Leben lang und die Rente kann in Zukunft steigen, wenn der Versicherer das Geld erfolg­reich für seine Kunden anlegt und ihnen eine gute Über­schuss­beteiligung zahlt. Wir wollten zudem wissen, ob Rentner nicht besser fahren, wenn sie Anlage und Auszahlung selbst in die Hand nehmen und sich für einen ETF-Auszahl­plan entscheiden.

Auszahl­plan: Mehr Geld, mehr Risiko

Bei unserem selbst geschneiderten Auszahl­plan für unterschiedliche Lauf­zeiten fahren wir mit regel­mäßigen Entnahmen aus risikoreicherem Aktienfonds- und sicherem Tages­geld­investment zweigleisig. Ein Risikopuffer ist auch einge­baut. Wie erfolg­reich die Strategie ist, hängt von mehreren Faktoren ab, etwa der Entwick­lung auf den Kapitalmärkten und dem Misch­verhältnis zwischen sicherer und risikoreicher Anlage. Unsere Fonds­experten haben deshalb für den Auszahl­plan unterschiedliche Szenarien gebildet. Läuft es gut an den Kapitalmärkten, ist der Auszahl­plan lukrativer. Das gilt vor allem dann, wenn das Geld nicht für 30 Jahre reichen muss. Dagegen sehen die sicheren Sofortrenten alt aus. Doch es kann auch ganz anders kommen: Läuft es über Jahr­zehnte schlecht, wäre eine Sofortrente die bessere Wahl gewesen.

Kombination möglich

Weitere Nachteile: Die Auszahlung schwankt und das Geld ist irgend­wann aufgebraucht. Mit dem Auszahl­plan bleibt der Anleger jedoch flexibel und kann seine Strategie jeder­zeit ändern. Dadurch wird vielleicht für manche erst die Mischung aus beiden Alternativen die Lösung: Der Auszahl­plan für die ersten Ruhe­stands­jahre, die Sofortrente für noch später.

Wie viele Jahre im Schnitt noch bleiben

Alter (heute)

Restliche Lebens­erwartung (Jahre)

Frauen

Männer

Alter (heute)

Restliche Lebens­erwartung (Jahre)

Frauen

Männer

55

33,2

29,2

60

28,2

24,4

65

23,3

19,9

70

18,6

15,7

75

14,2

11,9

80

10,2

 8,5

    Quelle: Kohorten­sterbe­tafeln V2 2017, Statistisches Bundes­amt

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