So haben wir getestet

Im Test

Finanztest hat 56 Rechts­schutz­pakete von 32 Rechts­schutz­versicherern in 138 Angebots­varianten untersucht. Die Pakete umfassen Schutz für die Lebens­bereiche Privat, Beruf und Verkehr (PBV) von Nicht­selbst­ständigen. Getestet wurden Versicherungen für eine Familie mit zwei Kindern. Unser Muster-Versicherungs­nehmer ist 40 Jahre alt und arbeitet als Angestellter.

Die Tarife enthalten alle mindestens diese Leistungs­arten:

  • Welt­weite Deckung für Schaden­ersatz­rechts­schutz
  • Arbeits­rechts­schutz
  • Rechts­schutz im Vertrags- und Sachenrecht (auch außerge­richt­lich)
  • Steuer­rechts­schutz vor Gerichten
  • Sozial­gerichts­rechts­schutz
  • Verwaltungs­rechts­schutz in Verkehrs­sachen
  • Disziplinar- und Standes­rechts­schutz
  • Straf­rechts­schutz
  • Ordnungs­widrigkeiten­rechts­schutz
  • Beratungs­rechts­schutz im Familien- und Erbrecht.

Angebote, die diesen Mindest­rechts­schutz nicht bieten, sind in der Tabelle nicht aufgeführt (etwa Arag Aktiv Basis oder DEVK Aktiv).

Die Verträge sind nicht an den Abschluss weiterer Verträge beim Versicherer gebunden.

Versicherungs­bedingungen (90 Prozent)

Die Teilnote für die Versicherungs­bedingungen ergibt sich aus einer Fülle von Bewertungs­kriterien. Sehr wichtig ist der Umfang des Rechts­schutzes in wichtigen Lebens­bereichen. Positiv haben wir es zum Beispiel gewertet, wenn Kunden im Streit mit einer Steuer-, Sozial- oder sons­tigen Verwaltungs­behörde bereits im vorgericht­lichen Wider­spruchs­verfahren Rechts­schutz haben. Auch der Umfang des Rechts­schutzes für Kapital­anlagestreitig­keiten, für Mediation und für Beratungen im Familien-, Lebens­part­nerschafts- und Erbrecht floss in unsere Bewertung ein. Relevant für die Teilnote waren ferner der Kreis der mitversicherten Personen und die Höhe der Deckungs­summe.

Einjahres­regel und Verbraucherfreundliche Regelung des Versicherungs­falls

Manche Versicherer haben den Versicherungs­fall grund­legend neu definiert. Das läuft der verbraucherfreundlichen Recht­sprechung des Bundes­gerichts­hofs zum Versicherungs­fall entgegen und kann für Verbraucher zu über­raschenden Leistungs­ablehnungen führen. Das verschlechtert den Versicherungs­schutz aus unserer Sicht massiv.

Eine verbraucherfreundliche Definition des Versicherungs­falls floss positiv in das Finanztest-Qualitäts­urteil eines Angebots ein.

Das Gleiche gilt für Rechts­schutz­versicherungen, die die verbraucherfreundliche Einjahres­regel noch in ihren Versicherungs­bedingungen haben. Die Einjahres­regel schützt den Kunden, wenn er Rechts­schutz für einen Fall benötigt, der sich über einen längeren Zeitraum durch mehrere Einzel­ereig­nisse aufgebaut hat und die erste Ursache des aktuellen Rechts­streits mehr als ein Jahr vor Abschluss der Rechts­schutz­versicherung liegt. Auf solche so weit zurück­liegenden Streitursachen kann der Versicherer die Deckungs­verweigerung nicht stützen, wenn seine Versicherungs­bedingungen die Einjahres­regel enthalten.

Verständlich­keit der Versicherungs­bedingungen (10 Prozent)

Bewertet haben wir die Versicherungs­bedingungen außerdem nach den Kriterien Lesbarkeit, Verständlich­keit, Über­sicht­lich­keit, Voll­ständig­keit und Wider­sprüchlich­keit. Maßstab war unter anderem der Verständlich­keits­index der Universität Hohen­heim.

Jahres­beitrag

Wir haben die Beiträge für Rechts­schutz­versicherungs­verträge mit einem Jahr Lauf­zeit dargestellt. Bei einigen Anbietern hängt der Preis vom Wohn­ort (Post­leitzahl) des Versicherungs­nehmers ab. In diesen Fällen haben wir in unseren Tabellen den nied­rigsten und den höchsten Beitrag angegeben.

Steuer­rechts­schutz im Einspruchs­verfahren

Kosten für die Hilfe eines Anwalts oder eines Steuerberaters bereits im vorgericht­lichen Einspruchs­verfahren werden nur in einigen Tarifen über­nommen.

Sozial­rechts­schutz im Wider­spruch

Kosten­schutz in Verfahren vor den Sozialge­richten ist Stan­dard in der Rechts­schutz­versicherung. Allerdings ersetzen die meisten Tarife die Kosten eines Anwalts auch im vorgericht­lichen Streit mit einer Sozialbehörde.

Weitergehender Rechts­schutz im ­Familien-, Lebens­part­nerschafts- und Erbrecht

Einige Tarife gewähren auch über die anwalt­liche Erst­beratung hinaus Kosten­schutz. Aber nur einge­schränkt: Sie über­nehmen Anwalts- und Gerichts­kosten zum Beispiel nur bis zu einem Maximal­betrag und schließen Rechts­angelegenheiten wie eine Scheidung aus.

Deckungs­summe in Europa (Euro)

Angegeben ist die Summe bis zu der ein Versicherer für eine Rechts­streitig­keit maximal leistet.

Deckungs­summe welt­weit (Euro)

Angegeben ist die Summe bis zu der ein Versicherer für eine Rechts­streitig­keit maximal leistet.

Jetzt freischalten

TestRechts­schutz­versicherung im TestStand der Daten: 01.05.2017
4,00 €
Zugriff auf Testergebnisse (inkl. PDF).

Wie möchten Sie bezahlen?

  • Unser Tipp
    test.de-Flatrate

    Freier Zugriff auf alle Testergebnisse und Online-Artikel für 7,90 € pro Monat oder 54,90 € im Jahr. Abonnenten von test oder Finanztest zahlen die Hälfte.

    Flatrate neu erwerben

  • Diesen Artikel per Kreditkarte kaufen
  • Diesen Artikel per PayPal kaufen
  • Diesen Artikel per Handy kaufen
  • Gutschein einlösen
Preise inkl. MwSt.
  • kauft alle Testprodukte anonym im Handel ein,
  • nimmt Dienstleistungen verdeckt in Anspruch,
  • lässt mit wissenschaftlichen Methoden in unabhängigen Instituten testen,
  • ist vollständig anzeigenfrei,
  • erhält nur rund 6 Prozent ihrer Erträge als öffentlichen Zuschuss.

Dieser Artikel ist hilfreich. 446 Nutzer finden das hilfreich.