In Rechts­fragen hilft die Anwältin. Je nach Fall und Police zahlt die Rechts­schutz­versicherung ihr Honorar – und auch die Gerichts­kosten.

Mit einer Rechts­schutz­versicherung können Versicherte mit finanz­starken Gegnern auch vor Gericht auf Augen­höhe streiten. Die Stiftung Warentest hat 53 Rechts­schutz­versicherungen für Nicht­selbst­ständige getestet. Die Tarife versichern die Lebens­bereiche Privat, Beruf und Verkehr – 21 Angebote bekamen die Note gut. Den güns­tigsten guten Tarif gibt es für 257 Euro pro Jahr – bei 150 Euro Selbst­beteiligung im Rechts­schutz­fall. Für Singles und Rentner ist es meist etwas güns­tiger.

Die Preis­unterschiede beim Rechts­schutz sind enorm

Was kostet eine Rechts­schutz­versicherung? Es kommt drauf an! Die Preise für eine Rechts­schutz­versicherung, die die Lebens­bereiche Privat, Beruf und Verkehr abdeckt, kostet je nach Versicherer zwischen 180 und 600 Euro pro Jahr. Im Test Rechts­schutz­versicherung hat die Stiftung Warentest 21 mal das Qualitäts­urteil Gut vergeben. Am besten abge­schnitten haben drei Angebote mit der Note 1,9. Die Preis­unterschiede sind selbst unter den guten Angeboten enorm. Zwei der drei Testsieger kosten 361 Euro pro Jahr. Beim Dritten werden über 500 Euro im Jahr fällig. Hier hängt der Preis auch vom Wohn­ort ab.

Das bietet der Vergleich Rechts­schutz­versicherung

Test­ergeb­nisse. Die Test­tabellen zeigen Rechts­schutz-Pakete für Nicht­selb­ständige. Die Prämien beziehen sich auf Rechts­schutz für Familien – Kinder und Partner sind mitversichert. Singles und Rentner bekommen die Policen oft billiger. Dargestellt sind die Tarife ohne Selbst­beteiligung sowie mit 150 Euro, 250 Euro und 300 Euro Selbst­beteiligung. Hier finden Sie Ihren Rechts­schutz-Testsieger.

Anwalts Lieblinge. Nach dem Frei­schalten lesen Sie, welche Versicherer bei Anwälten beliebt sind. Gemein­sam mit dem Deutschen Anwalt­ver­ein hat die Stiftung Warentest Anwältinnen und Anwälte befragt.

Testbe­richt. Zudem erhalten Sie dann auch den Rechts­schutz-Test der Zeit­schrift Finanztest als PDF zum Herunter­laden.

Rechts­schutz – warum eine Selbst­beteiligung sinn­voll ist

Ratsam ist der Abschluss einer Rechts­schutz­versicherung mit einer Selbst­beteiligung von 150 Euro. Ohne Selbst­beteiligung wird es spür­bar teurer, zumal Rechts­schutz generell nicht günstig ist und auch die Kombipolicen nicht alle Lebens­bereiche einbeziehen (Wo die Rechtsschutzversicherung hilft). Wenn Sie etwa auch Rechts­schutz für Mieter und Eigentümer suchen, müssen Sie ihn meist noch für einen Aufpreis dazu­buchen.

Was eine Rechts­schutz­versicherung bieten sollte

Welche ist die beste Rechts­schutz­versicherung? Wir haben das schwierige Klein­gedruckte von 53 Rechts­schutz­versicherungen unter die Lupe genommen und die Tarife anhand einer Vielzahl von Kriterien bewertet. Ein empfehlens­werter Tarif zeichnet sich dadurch aus, dass er Anwalts- und Gerichts­kosten in möglichst vielen Lebens­lagen über­nimmt und nur wenige Ausschluss­klauseln hat. Alle Tarife im Test gewähren einen „Mindest­rechts­schutz“ – gute Testnoten bekommt aber nur, wer deutlich mehr bietet. In den Tabellen erfahren Sie zum Beispiel, welche Angebote mehr Rechts­schutz anbieten als die Konkurrenz....

  • beim Streit mit Sozialbehörden,
  • bei Ärger mit Finanz­ämtern und
  • bei Rechts­fragen rund um Erbschaft und Scheidung.

Die Stiftung Warentest hat zudem auch geprüft, ob die Bedingungen zum Beispiel nach­teilige Klauseln zum sogenannten „verstoß­abhängigen Rechts­schutz­fall“ enthalten. Darauf kann sich der Versicherer unter Umständen berufen und die Kosten­über­nahme verweigern. So etwa ist negativ ins Test­ergebnis. Das unterscheidet das Qualitäts­urteil der Stiftung Warentest von Vergleichen vieler anderer Portale.

Rechts­schutz­versicherung – wichtige Tipps

Verkehrs­rechts­schutz. Wenn Sie sich nur für den Verkehrs­bereich versichern wollen, benötigen Sie eine reine Verkehrs­rechts­schutz­police. Entsprechende Tarife finden Sie in im Vergleich Verkehrsrechtsschutzversicherung.

Rechts­schutz für Mieter und Eigentümer. Rechts­schutz für Mieter und Eigentümer kann in der Regel einzeln abge­schlossen werden. Wer nicht das große Rechts­schutz-Paket für Privat, Beruf, Verkehr und Wohnen benötigt, kann einen einzelnen Baustein buchen und sparen. Sind Sie Mitglied im Mieter­ver­ein, benötigen Sie keinen weiteren Rechts­schutz für Mieter.

Berufs-Rechts­schutz. Rechts­schutz für Ärger rund um den Beruf wird meist nicht als Einzel­baustein angeboten. Sind Sie Mitglied in einer Gewerk­schaft, haben Sie darüber entsprechenden Rechts­schutz.

Prämie sparen. Im Ideal­fall zahlen Sie ihre Versicherungs­prämie jähr­lich. Bei monatlicher Zahl­weise ist die Police meist etwas teurer. Rabatt können Sie mitunter bekommen, wenn Sie einen Fünf­jahres­vertrag abschließen.

Anwalt beauftragen. Wenn Sie nach Abschluss einer Rechts­schutz­versicherung anwalt­liche Hilfe benötigen, sollten Sie nicht Ihre Rechts­schutz­versicherung anrufen, sondern sich zuerst einen Anwalt suchen. Die Rechts­schutz­versicherer empfehlen gern Anwälte aus Ihrem Netz­werk. Sie müssen diese nicht akzeptieren. Wenn Sie einen Anwalt gefunden haben dann bitten Sie ihn, die Kosten­über­nahme beim Rechts­schutz­versicherer einzuholen.

Wenn der Versicherer nicht zahlt. Lehnt Ihr Rechts­schutz­versicherer die Kosten­über­nahme ab, sollten Sie sich beim Versicherungsobudsmann beschweren. Das Verfahren ist für Sie kostenfrei und Sie benötigen dafür keinen Anwalt. Der Ombuds­mann kann den Versicherer zur Über­nahme der Kosten verpflichten. Fast alle Versicherer aus dem Test Rechts­schutz­versicherungen machen bei diesem Verfahren mit – die ADAC Versicherung leider nicht.

Telefon-Hotline hilf­reich, aber nicht entscheidend

In ihrer Werbung heben Rechts­schutz­versicherer übrigens gern Service­leistungen wie eine Hotline für schnellen Rechts­rat hervor oder die Kosten­über­nahme für eine außerge­richt­liche Streitbeilegung durch einen Mediator. Lassen Sich bei der Auswahl davon nicht leiten. Solche Leistungen können hilf­reich sein, gehören aber nicht zum Kern einer Rechts­schutz­versicherung.

Wichtig bei Wechsel der Rechts­schutz­versicherung: Ohne zeitliche Lücke wechseln

Tipp für Wechsler: Achten Sie darauf, dass der Wechsel von einer zur anderen Versicherung ohne zeitliche Lücke erfolgt. Während bei einem Neuabschluss in vielen Fällen der Rechts­schutz erst nach mehreren Monaten „Warte­zeit“ greift, fällt diese beim nahtlosen Wechsel in der Regel weg.

Dieser Test wird regel­mäßig aktualisiert, zuletzt im April 2020. Davor gepostete Nutzer­kommentare beziehen sich auf einen früheren Stand.

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TestVergleich Rechts­schutz­versicherungStand der Daten: 01.01.2020
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