So haben wir getestet

Im Test

Wir haben 22 Angebote für eine private Renten­versicherung untersucht. Ange­schrieben haben wir 65 Versicherer. Die in den Tabellen nicht aufgeführten wollten uns ihr Angebot nicht offenlegen oder hatten keins. Wir haben die Tarife in zwei Gruppen aufgeteilt, die sich durch ihre Garan­tien unterscheiden.

Tarife mit Kapital­abfindung, die über der Beitrags­summe liegen kann. Sie garan­tieren meist eine Verzinsung von 0,9 Prozent sowohl in der Spar- als auch in der Renten­phase.

Tarife mit Kapital­abfindung maximal in Höhe der einge­zahlten Beiträge. Die Garan­tiezusagen sind geringer. Die garan­tierte Kapital­abfindung ist auf die Einzahlungs­summe begrenzt. Die garan­tierte Rente kann selbst bei höherem Guthaben nied­riger sein als bei den Tarifen der ersten Gruppe, kann aber nicht unter die Mindest­rente fallen. Dafür wird eine höhere Über­schuss­beteiligung in Aussicht gestellt.

Beide Varianten sind „klassische“ Tarife (Anlage ausschließ­lich im Sicherungs­vermögen des Versicherers). Sie sehen kein freies Fonds­investment vor.

Modell­kundin

Unsere Modell­kundin wurde am 30. September 1982 geboren. Sie zahlt 30 Jahre lang jähr­lich 1 200 Euro ein. Die Monats­rente beginnt ab dem 67. Lebens­jahr. In der Spar­phase ist eine Beitrags­rück­gewähr oder Auszahlung des Guthabens im Todes­fall vereinbart. In der Renten­phase ist eine Renten­garan­tiezeit von zehn Jahren vorgegeben.

Garan­tierte Rente (je nach Produkt­variante 25 % oder 15 %)

Wir haben die garan­tierte Rente anhand des Alters bewertet, das ein Kunde erreichen muss, um mindestens die gezahlten Beiträge zurück­zuerhalten.

Kosten (je nach Produkt­variante 15 % oder 20 %)

Die Kosten haben wir anhand der Kapital­abfindung bewertet, die sich bei einer Verzinsung der Sparbeiträge mit einem gesetzlich normierten Zins­satz von 2,5 Prozent ergibt.

Anla­geerfolg (je nach Produkt­variante 40 % oder 45 %)

Wir haben bewertet, wie viel ein Versicherer mit dem Kunden­guthaben erwirt­schaftet und wie viel von den Erträgen er den Kunden gutgeschrieben hat (Kundenzins). Ferner haben wir bewertet, ob und wie hoch der Kundenzins über den Zins­verpflichtungen für alle Verträge im Bestand (Rechnungs­zins) liegt. Dafür haben wir den Kunden- und Rechnungs­zins der Jahre 2018, 2017 und 2016 betrachtet, wobei die Werte aus 2018 mit 50, die Werte aus 2017 mit 30 und die Werte aus 2016 mit 20 Prozent in die Berechnung eingingen.

Trans­parenz (10 %)

Wir haben die vor Vertrags­schluss an den Kunden ausgehändigten Unterlagen untersucht. Prüf­punkte waren unter anderen: Erklärung der Kundenbe­teiligung an den Über­schüssen inklusive Anteile möglicher Schluss­über­schüsse und Bewertungs­reserven, Darstellung der Auswirkungen unterschiedlicher Über­schuss­höhen auf die Gesamt­leistung, beitrags­freie Renten, Storno­kosten, Todes­fall­leistungen, Rentenhöhe bei Verlegung des Renten­beginns, Unterschiede durch jähr­liche oder monatliche Zahlungs­weise, Angaben zum verwendeten Über­schuss­system in der Anspar- und in der Renten­phase sowie zu zusätzlichen Kosten.

Flexibilität (10 %)

Wir haben untersucht, wie Kunden ihren Vertrag gestalten können. Prüf­punkte waren unter anderen: Veränderung des Renten­beginns, Anspruch auf zins­lose Beitrags­stundung, Möglich­keiten zur Zuzahlung zu den ursprüng­lichen Rechnungs­grund­lagen, Kapitalzahlungs­option noch nach Renten­beginn (Abfindung der Renten­garan­tiezeit oder Auszahlung des Guthabens).

Abwertung

Abwertungen (mit *) gekenn­zeichnet) sorgen dafür, dass sich Produktmängel verstärkt auf das Qualitäts­urteil auswirken. Wenn wir die garan­tierte Rente mit ausreichend oder schlechter bewertet haben, konnte das Qualitäts­urteil höchs­tens eine Note besser sein.

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TestVergleich Private Renten­versicherung18.11.2019
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