„Sehr gut“ und „gut“ nur mit Finanztest-Grund­schutz

Haft­pflicht­versicherung Test

Finanztest fordert von Haft­pflicht­versicherungen ein Mindest­maß an Leistungen. Wesentliche Haftungs­fälle, die jeden treffen können, sollen gedeckt sein. Nur Tarife, die den Finanztest-Grund­schutz bieten, können „gut“ oder „sehr gut“ sein. Alle Tarife in der Tabelle bieten den Grund­schutz, diese Leistungen sind deshalb nicht extra ausgewiesen. Wichtigste Bedingung: Die Versicherungs­summe muss mindestens 10 Millionen Euro pauschal für Personen- und Sach­schäden betragen. Hinzu kommen:

Allmählich­keits­schäden. Gedeckt sein müssen Schäden in Wohnungen und Häusern, die etwa durch Feuchtig­keit, Ruß, Rauch oder Staub im Laufe der Zeit entstehen. Beispiel: Ein Mieter bohrt versehentlich eine Leitung an, es tritt Wasser aus, das mit der Zeit zu Schäden führt.

Computer. Schäden an fremden Computern, die der Versicherte etwa durch unbe­absichtigt über­tragene Computerviren verursacht, sollten zumindest bis 50 000 Euro versichert sein.

Häusliche Abwässer. Die Versicherung sollte Schäden durch Abwässer über­nehmen. Solche Schäden entstehen etwa durch verstopfte Rohre oder geplatzte Wasch­maschinen­schläuche.

Hüten fremder Hunde und Pferde. Die Versicherung soll in der Pflicht sein, wenn der Versicherte auf den Hund seines Nach­barn aufpasst. Beißt der Hund in dieser Zeit ein Kind, haftet der Hundesitter, selbst wenn ihn keine Schuld trifft. Versichert sein soll auch jeder, der auf dem Ponyhof mal kurz das Pferd eines anderen halten soll und dem es dabei mit teuren Folgen ausbüxt.

Gewässergefähr­dende Substanzen. Versichert sein sollen Schäden durch gewässerschädigende Stoffe in haus­halts­üblichen Mengen. Auslaufende Lösungs­mittel können große Schäden im Grund­wasser anrichten.

Mietsach­schäden. Der Versicherte muss als Mieter abge­sichert sein. Der Schutz muss in der eigenen Miet­wohnung genauso gelten wie in Ferien­wohnungen, Ferien­häusern oder Schrebergärten. Schäden sollten bis mindestens 300 000 Euro gedeckt sein. Glas- und Heizungs­schäden sind ausgeschlossen.

Schutz im Ausland. Der gesamte Versicherungs­schutz muss auch während eines vorüber­gehenden Auslands­auf­enthalts gelten – mindestens drei Jahre inner­halb der Europäischen Union und ein Jahr welt­weit. Auch das Mieten einer Ferien­wohnung im Ausland sollte in den Schutz einbezogen sein.

Vorsorgever­sicherung. Risiken, die nach Abschluss des Vertrags neu entstehen, sollten im Rahmen der bestehenden Privathaft­pflicht­versicherung mit mindestens 3 Millionen Euro pauschal und 50 000 Euro für Vermögens­schäden versichert sein. Ein neues Risiko kann beispiels­weise eine Immobilie sein, die sich eine Familie anschafft und für die eigentlich eine Haus- und Grund­besitzer-Haft­pflicht­police nötig ist. Entsteht ein Schaden, noch bevor die Familie die spezielle Eigentümer­versicherung abschließt, springt dann über die Vorsorgever­sicherung doch noch die Privathaft­pflicht­versicherung ein.

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TestHaft­pflicht­versicherungStand der Daten: 01.07.2017
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