Hausrat­versicherung: Fahr­räder als Inventar schützen

In der Hausratversicherung gehören Räder zum Hausrat und werden ersetzt, wenn sie bei einem Einbruch aus Wohnung, Haus oder Garage verschwinden. Gegen einen Mehr­beitrag bietet die Hausrat­versicherung aber auch Schutz gegen „einfachen Diebstahl“: War das Rad draußen nur mit einem Schloss gesichert und kommt abhanden, gibt es eine Entschädigung – oft sogar bei nächt­lichem Diebstahl.

Umfang und Risiko. Im Zusatz­schutz sind alle Räder des Haus­halts versichert, bei vielen Tarifen bis zu 10 Prozent der Versicherungs­summe. Entschädigt wird zum Neuwert, also zu dem Preis, den ein neues Rad gleichen Modells kostet. Beim Gesamt­verlust aller Räder auf einmal reicht die Deckung eventuell nicht – ob sich der Hausrat­schutz trotzdem lohnt, muss jeder individuell entscheiden. Achtung: Versicherer können nach jedem Schadens­fall kündigen. Nach zwei oder drei Fällen kann es sein, dass Versicherte den gesamten Hausrat­schutz wegen eines vergleichs­weise kleinen Schadens verlieren – möglicher­weise ohne Vorwarnung.

Beitrags­höhe. Hausrat­versicherer berück­sichtigen bei der Beitrags­berechnung regionale Diebstahlrisiken. Welche Städte besonders gefährdet sind, etwa Münster, können Sie in der Grafik Fahrradversicherung sehen. In einer 90 Quadrat­meter großen Wohnung kostet Radschutz für ein 2 500 Euro teures E-Bike in Münster je nach Versicherer zwischen 20 und 350 Euro, in Wuppertal dagegen nur zwischen 14 Euro und 146 Euro.

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