Fahr­radversicherung Test

Fahr­rad- und E-Bike-Versicherungen schützen nicht nur vor finanziellem Schaden bei Diebstahl, sondern kommen oft auch für Reparaturen nach Vandalismus oder Unfall auf. Wir haben 25 eigen­ständige Versicherungen für hoch­wertige Fahr­räder und E-Bikes unter die Lupe genommen und enorme Preis­unterschiede fest­gestellt. Unsere Experten erklären, für wen sich der Abschluss einer Spezial­police lohnt – und wer mit einer guten Hausrat­police ausreichend geschützt ist.

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TestFahr­radversicherungFinanztest 08/2017
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70 Millionen Fahr­räder, 3 Millionen E-Bikes, 330 000 Diebstähle

Die Freude der Deutschen am Fahr­radfahren ist ungebrochen. Teure E-Bikes erfreuen sich zunehmender Beliebtheit: Von den 73 Millionen Rädern auf deutschen Straßen sind bereits rund 3 Millionen akku­betrieben. Je wert­voller das Rad, umso wichtiger wird guter Versicherungs­schutz. In Deutsch­land wurden 2016 mehr als 330 000 Fahr­raddiebstähle ange­zeigt, rund 911 Stück pro Tag.

Aufklärungs­quote unter 10 Prozent

Dass die Polizei ange­zeigte Diebstähle aufklärt, ist unwahr­scheinlich: Die Aufklärungs­quote liegt im Schnitt bei nicht einmal 10 Prozent. Versicherer entschädigten 2016 in 200 000 Fällen und ersparten Betroffenen immerhin den finanziellen Schaden.

Zwei Versicherungs­arten bieten Schutz vor Diebstahl

Radfahrer können ihr Gefährt auf zwei Arten schützen: Über die Hausrat­versicherung oder mit einer speziellen Fahr­rad- oder E-Bike-Versicherung. Kommt das Fahr­rad abhanden, bekommen Betroffene Geld oder ein neues Rad.

Übrigens: Die Stiftung Warentest testet regelmäßig Fahrradschlösser.

Hausrat­versicherung bei Gefahr teuer

Wer bereits eine Hausrat­versicherung hat, kann sein Rad darin auch gegen Diebstahl außer­halb von Haus, Wohnung und Garage absichern. Das kostet einige Euro extra. Der Betrag bemisst sich am regionalen Diebstahls­risiko. Besonders hoch ist der Zusatz­beitrag in der Hausrat­versicherung etwa im nord­rhein-west­fälischen Münster: Dort wurden 2016 je 100 000 Einwohner 1 721 Diebstähle gemeldet. Zusätzlicher Radschutz über die Hausrat­versicherung kann dort bis zu 350 Euro jähr­lich kosten. Wer in einer Stadt mit hohem Diebstahls­risiko lebt, fährt häufig mit einer Spezial­police besser. Ob eine Hausrat­police die richtige Wahl ist oder eine Spezial­versicherung, lässt sich aber nicht pauschal beant­worten.

Fahr­raddiebstahl – das sind die Hoch­burgen

Fahr­radversicherung Test

Welche Police für wen?

Lassen Sie sich von Ihrem Hausrat­versicherer genau aufschlüsseln, wie viel Sie für welchen Fahr­radschutz bezahlen müss(t)en. Vergleichen Sie die Beträge dann mit den Werten in der Tabelle zu unserem aktuellen Test. Sie haben noch gar keine Hausrat­versicherung? Erwägen Sie einen Abschluss, denn diese Police ist nicht nur für Fahr­radbesitzer sinn­voll. Welche Hausrat­police für ihre Bedürf­nisse am besten und güns­tigsten ist, können Sie mithilfe unserer Analyse Hausratversicherung ermitteln.

Umfang­reiche Alternative: Spezial­versicherung

Radbesitzer, die nicht hausrat­versichert sind, sehr wert­volle Räder besitzen oder umfang­reichere Leistungen möchten, fahren besser mit speziellen Fahr­radversicherungen. Wie fast alle Spezial­versicherungen im Test kommen zwar auch Hausrat­versicherungen nicht nur für Diebstahl auf, sondern ebenfalls für Raub – also wenn der Dieb dem Besitzer das Rad aus der Hand reißt und flüchtet. Aber die Fahr­radversicherer zahlen in der Regel zusätzlich noch für Reparaturen nach Vandalismus oder Unfall. Trotz des höheren Leistungs­umfangs müssen die Spezial­policen nicht unbe­dingt teurer sein als der Zusatz­beitrag der Hausrat­versicherung. Je nach Wohn­ort des Versicherten können sie sogar güns­tiger sein. Für unseren Test haben wir Preise für die Städte Wuppertal (günstig) und Münster (teuer) erhoben. In einer 90 Quadrat­meter großen Wohnung kostet Radschutz über die Hausrat­versicherung für ein 2 500 Euro teures E-Bike in Münster je nach Versicherer zwischen 20 und 350 Euro, in Wuppertal dagegen nur zwischen 14 Euro und 146 Euro. Mit einer Fahr­radversicherung lässt sich dasselbe Rad in Münster güns­tigs­tenfalls für 88 Euro schützen. Es heißt also, Angebote vergleichen – und zwar bei beiden Versicherungs­arten (Hausrat- und Fahr­radversicherung).

25 Tarife im Vergleich

Mitt­lerweile bieten 25 Spezial­tarife Fahr­radschutz. Diese können Radfans etwa online oder direkt bei ihrem Fahr­radhändler abschließen. Finanztest hat alle auf den Markt befindlichen Policen für Fahr­räder und E-Bikes untersucht und verglichen, welcher Tarif sich für welches Rad lohnt. Wir haben dabei Angebote für folgende Preiskategorien erhoben:

  • 500 Euro (Citybikes)
  • 1 500 Euro (Renn­räder)
  • 2 500 Euro (E-Cityrad)
  • 4 000 Euro (E-Trekkingrad).

Das bietet der Finanztest-Artikel

Wir erklären,

  • welche Möglich­keiten es gibt, ein Fahr­rad zu versichern,
  • für welches Fahr­rad welcher Schutz sinn­voll ist,
  • wie umfang­reich Spezial­versicherungen leisten,
  • wie viel guter Fahr­radschutz kostet,
  • wann ein Zusatz­tarif der Hausrat­versicherung ausreicht,
  • welche Unterlagen für eine Entschädigung benötigt werden,
  • welche Versicherer bei Schaden Geld zahlen und wer Sach­leistungen erbringt.

* Grafik korrigiert am 20. Juli 2017.

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