Eine verkalkte, verengte Halsschlagader ist eine der Ursachen für einen Schlaganfall. Vielen Betroffenen droht noch im gleichen Jahr ein erneuter Schlaganfall. Das Risiko verringert sich jedoch, wenn die Verengung rechtzeitig beseitigt wird. Die Verkalkungen werden entweder operativ beseitigt oder das Gefäß wird mit einem Ballonkatheter aufgedehnt. Danach wird eine Gefäßstütze – ein Stent – eingesetzt, die einen erneuten Gefäßverschluss und Schlaganfall verhindern soll. Diese beiden gängigen Verfahren zur Behebung eines Arterienverschlusses zeigten sich in mehreren Untersuchungen als ähnlich erfolgreich, so die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft. Bei Nachbeobachtungen von bis zu vier Jahren erzielten sie vergleichbare Ergebnisse. Große Unterschiede zeigten sich aber bei den Komplikationsraten in den einzelnen Therapiezentren. Die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft empfiehlt, bei der Auswahl eines Zentrums die Qualitätsbe­richte der Kliniken hinzuzuziehen und sich von einem Neurologen beraten zu lassen.

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