Verbraucherpreise Meldung

Veränderung von Oktober 1999 zu Oktober 2000 in Prozent.

Wird die Euro-Schwäche teuer für Verbraucher? Bisher kaum, sagt die Statistik. Zwar lag die Teuerungsrate im Oktober 2,4 Prozent überm Vorjahr, doch Schuld daran war vor allem die Preisexplosion bei Mineralöl: Heizöl plus 63, Sprit plus 14 Prozent. Zusammen mit den Steuererhöhungen trieb das den Spritpreis um etwa 20 Pfennig pro Liter hoch. Weitere 9 Pfennig allerdings macht doch der Kursverfall des Euro aus, ­ nimmt man einen Euro-Dollar-Kurs von 1 zu 1 als Basis.

Die Lufthansa verlangt nun rund vier Prozent mehr für innerdeutsche Flüge ­ wegen der Spritpreise. Aus dem gleichen Grund werden Pauschalreisen voraussichtlich etwa um drei Prozent teurer.

Die Verbraucherpreise im Supermarkt sind recht stabil. "Da hatte der Kursverfall bis jetzt kaum Auswirkungen", erklärt Dr. Robert Weitz, Chefvolkswirt im Hauptverband des Deutschen Einzelhandels. Eier, Milch, Kaffee, Tee wurden sogar günstiger. Strom verbilligte sich um 2,8 Prozent. Ob das so bleibt, ist allerdings fraglich: Die Europäische Zentralbank geht davon aus, dass sich die Euro-Schwäche erst in zwei bis drei Jahren vollständig in den Verbraucherpreisen niederschlagen wird.

Dieser Artikel ist hilfreich. 73 Nutzer finden das hilfreich.