Die Verbraucherinsolvenz soll Privatleuten aus der Schuldenfalle helfen. Sie müssen sich aber an die Regeln halten. Die Befreiung von der Restschuld nach sechs Jahren Wohlverhalten erreichen nur redliche Schuldner.

Über diese Hürde stolperte ein Schuldner. Beim Schlusstermin des Insolvenzverfahrens wurde ihm die Befreiung von seinen Schulden versagt. Er war inzwischen in drei Fällen wegen Verletzung der Buchführungspflicht in der Zeit vor dem Verfahren verurteilt worden.

Dass diese Straftat in keinem Zusammenhang mit dem laufenden Insolvenzverfahren stand, half dem Mann nicht. Nach Ansicht des Bundesgerichtshofs müssen alle Insolvenzstraftaten berücksichtigt werden (Az. IX ZB 121/02).

Die vorsätzliche Verletzung der Buchführungspflicht gefährde die Kreditwirtschaft. Das lässt die Person des Schuldners eben insgesamt als unredlich erscheinen.

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