Wie schön die Haare fliegen, war – anders als bei den Shampoos – kein Kriterium für die Bewertung der Ventilatoren.

Ventilatoren sind die Klassiker im Kampf gegen sommerliche Hitze in der Wohnung. Es gibt Tischventilatoren, Standventilatoren und Turmventilatoren. Die Stiftung Warentest hat alle drei Varianten geprüft, darunter Modelle von AEG, Dyson, Fakir, Koenic und Rowenta (Preise: 20 bis 400 Euro). In allen drei Gruppen gibt es gute Ventilatoren, in einer ist sogar der billigste der beste. Doch nur 6 von 18 Produkten im Ventilator-Test schneiden gut ab, der Rest ist befriedigend oder ausreichend.

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TestVentilatoren im Test05.06.2020
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Ventilatoren im Test: Noten von gut bis ausreichend

Erst­mals hat die Stiftung Warentest Ventilatoren getestet: sechs Tisch-, sieben Stand- und fünf Turmgeräte mit Preisen von 20 bis 400 Euro. Alle können auto­matisch horizontal schwenken. Nicht nur beim Preis fanden wir große Unterschiede: Einen angenehmen Luft­strom erzeugen die wenigsten. Mehrere sind ausgesprochen laut, einige lassen sich schwer zusammenbauen. Und bei einem Modell können Kinder mit dem Finger in den Rotor fassen. Am Ende finden sich aber in jeder Produkt­gruppe gute, leise Geräte. Zehn Ventilatoren sind allerdings befriedigend, zwei sogar ausreichend.

Das bietet der Ventilatoren-Test der Stiftung Warentest

Test­ergeb­nisse. DieTabelle zeigt Bewertungen der Stiftung Warentest für 18 Ventilatoren, darunter 6 Tisch-, 7 Stand- und 5 Turmventilatoren. Positiv: In jeder der Gruppen gibt es mindestens einen guten Ventilator. Alle Ventilatoren im Test können auto­matisch nach links und rechts schwenken (Oszillation). Wir haben geprüft, wie gut und leise sie funk­tionieren und welche komfortabel zusammen­zubauen und zu nutzen sind. Zusätzlich haben wir Konstruktion und Sicherheit untersucht. Eine Grafik verdeutlicht, wie stark oder sanft die einzelnen Ventilatoren pusten können. Die Testsieger in allen drei Kategorien schaffen die Note Gut.

Kauf­beratung. Wir sagen, welche Ventilatoren besonders leise sind und mit angenehmen Luft­strom pusten. Sie erfahren, wie die unterschiedlichen Ventilatoren im Test funk­tionieren und welche Geräte Fernbedienung, Timer und andere Extras bieten.

Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt aus test 6/2020.

Ventilatoren im Test: das Video

Ventilatoren: So schwenken oder kreisen sie. So laut sind sie. So halt­bar oder sicher sind sie.

Flexibel einstell­bar: Von sanfter Brise bis starkem Wind

Im Labor prüften wir, wie stark die einzelnen Ventilatoren die Luft in Bewegung setzen können. Manche erreichen mit ihren bis zu zwölf einstell­baren Stufen eine enorme Band­breite – vom lauen Lüft­chen bis zum ordentlichen Wind. Andere sind weniger vielseitig.

Tisch-, Stand- und Turmventilatoren im Vergleich

Von links nach rechts: Standventilator Honeywell HSF600WE, Turmventilator Dyson AM07, Tischventilator Meaco Fan 1056

Tischventilatoren sind flexibel. Rund 40 bis 55 Zenti­meter hoch und maximal 3,2 Kilo schwer, lassen sich diese Tischlüfter recht einfach trans­portieren und vielseitig einsetzen.

Standventilatoren sind höhen­verstell­bar. Die Lüfter erzeugen den Wind klassisch mit Propeller. Außer beim Steba VT 5 ist jedes Stan­drohr höhen­verstell­bar, meist um zirka 20 Zenti­meter, beim Rowenta um fast 30.

Turmventilatoren gibt es in zwei Bauformen. Klassische Säulen saugen über eine schaufelrad­artige Walze Luft von hinten an und pusten sie vorn aus. Die Dyson-Variante saugt Luft per Gebläserad im Sockel an und bläst sie oben über eine umlaufende Ring­spalte aus, was Luft von hinten mitreißt. Alle bieten eine Fernbedienung und einen Timer, um eine Abschalt­zeit einzustellen. Koenic und Trisa of Switzer­land können ihr Display verdunkeln, sodass es beim Schlafen nicht stört.

Ventilator oder Klima­anlage?

Lüfter mit Kühlungs­effekt. Ventilatoren können zwar die Raum­temperatur nicht senken wie eine Klima­anlage – für Abkühlung sorgen sie trotzdem. Indem sie die warme Innen­luft in Bewegung bringen, erzeugen sie ein Gefühl von Kühle auf der Haut. Im Luft­strom verdunstet Schweiß zügiger als ohne Wind, Wärme wird besser vom Körper abge­leitet.

11 Grad kälter in 7 Minuten. Das schafft kein Ventilator, wohl aber die schnellsten Splitgeräte in unserem Klimageräte-Test. Den 14 Quadrat­meter großen Prüf­raum brachten sie in diesem Zeitraum von heißen 35 auf angenehme 24 Grad. Doch das hat seinen Preis: 1 300 bis 2 680 Euro kosten die Klimageräte im Test, dazu kommen noch die Strom­kosten im laufenden Betrieb.

Laute und leise Ventilatoren

Für Büro oder Schlaf­zimmer eignen sich am besten Ventilatoren, die leise und ohne störende Geräusche arbeiten. In nied­rigster Stufe schaffen das fast alle, nur ein Standventilator ist da schon so laut wie etwa ein Fernseher in Zimmerlaut­stärke. Bereits ab mitt­lerer Stufe aber sind viele Quirls deutlich zu hören. Am ohren- und nervenschonendsten sind ein Standventilator sowie zwei Türme.

Ein Standventilator ist nicht kinder­sicher ...

Ventilatoren mit Propeller sorgen mit einem Schutz­gitter dafür, dass nichts hinein­gerät. Die meisten Geräte sind sicher. Das Gitter eines Standventilators ist jedoch zu weit­maschig: Kinder­finger können hindurch­greifen und an den Rotor gelangen, wie unser Test mit einem Prüffinger zeigt. Da die Kanten des Kunst­stoff­propellers gut abge­rundet sind, besteht aber kein Risiko, sich ernst­haft zu verletzen. Wir bewerten die Sicherheit daher noch mit Ausreichend.

... ein anderer nicht robust genug

Die Stabilität der Geräte prüften wir, indem wir sie je einmal nach vorn, hinten, links und rechts umfallen ließen. Die meisten bestanden den Kipp­test schadlos oder mit kleinen Blessuren. Hart traf es einen Standventilator. Das Motor­gehäuse brach, sodass er nicht mehr funk­tionierte. Stabilität: mangelhaft.

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