Veganer Fischer­satz Kommt meist nicht ans Original heran

3
Veganer Fischer­satz - Kommt meist nicht ans Original heran
Nur äußerlich Fisch. Veganer Räucherlachs und fisch­freie „Fisch­stäbchen“ schme­cken oft nicht wie die Originale. © Stiftung Warentest / Beate Theill

Ob Fisch­stäbchen, Shrimps oder Lachs – mitt­lerweile sind auch Fisch­produkte als Veggie-Varianten erhältlich. Abge­sehen vom Aussehen, reichen sie aber selten ans Original heran, so das Fazit der Verbraucherzentrale Hessen.

Schmeckt selten wie Fisch

Die Verbraucherschützer werteten für eine Stich­probe von 20 Produkten die Zutaten­listen und Nähr­wert­angaben aus: Basis war bei gut zwei Dritteln der Produkte hoch verarbeitetes Soja oder Getreide. Seetang, Algen, Gewürze und Aroma­stoffe sollen für Geschmack sorgen. Jenen von echten Fisch­produkten treffen die Hersteller aber oft nicht, so der Eindruck der Verbraucherschützer.

Fisch-typische Nähr­stoffe fehlen oft

Tofu-Thun­fisch und Co liefern Eiweiß, aber selten so viel wie Fisch. Und nur zwei Hersteller im Check setzten fisch-typische Nähr­stoffe wie Omega-3-Fett­säuren und Vitamin B12 zu.

Tipp: Mehr zum Thema vegane Ersatz­produkte in unserer Meldung Veganes Hack – wie Hackfleisch, nur anders und in unserem Test von veganem und vegetarischem Wurst-Aufschnitt.

3

Mehr zum Thema

  • Ernährungs­konzepte West­lich, vegan oder mediterran?

    - Essen und Trinken zu produzieren kostet Ressourcen – welche Ernährungs­weise ist am verträglichsten für Klima, Tier­wohl und Gesundheit?

  • FAQ vegetarisch und vegan leben Darauf sollten Sie beim Essen achten

    - Was ist zu beachten, wenn man sich über­wiegend pflanzlich und trotzdem gesund ernähren will? Die Stiftung Warentest gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen.

  • Veggie-Brot­aufstriche im Test Viel Gutes aus Linsen, Pilzen, Paprika und Tomaten

    - Veggie-Brot­aufstriche werden immer beliebter. Die Stiftung Warentest hat 25 pflanzliche Brot­aufstriche der vier meist­verkauften Geschmacks­richtungen getestet: Tomate,...

3 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.

Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

halsbandschnaepper am 06.04.2021 um 10:15 Uhr
hochverarbeitete Produkte

Naja etwas scheinheilig ist die Argumentation schon. Die meisten die das kritisieren ziehen sich Fleisch und Fisch von hochgezüchteten Tieren rein, die mit "hochverarbeiteten" Futter gefüttert wurden. Und auch so wird hochverabeitee Cola, Müsliriegel etc. reingepfiffen...

Missis am 05.04.2021 um 11:03 Uhr
Zusammensetzung!

@Pedi015
Sie schreiben, dass es sich bei Fleischersatzprodukten "um hochverarbeitete Produkte handelt, an bzw. in denen kaum noch etwas Natürliches zu finden ist." Wen überrascht das eigentlich? Jemand, der/die ein vegetarisches Stück Hähnchen kauft, sollte doch bewusst sein, dass dies nicht "natürlich" an einer Pflanze wächst, um gepflückt zu werden. "Unnatürlich zu sein" ist die conditio sine qua non dieses Produkts. Und ich möchte auch gar nicht, dass es natürlich schmeckt, also Ihrem Wunsch gemäß möglichst unverarbeitet ist. Ich will in Fakefleisch beißen, das dem Original möglichst nahe kommt, und nicht in Erbsenbrei. Jetzt fangen wir schon an, die Fleischersatzprodukte gesünder machen zu wollen und das richtige Fleisch darf weitermachen wie bevor. Das ist Problemverschiebung. Ich esse nicht aus gesundheitlichen Gründen kein Fleisch mehr, sondern aus ethischen: Ich finde, damit habe ich ein Recht auf hochverarbeitetes Fakefleisch. Danke!

Pedi015 am 03.04.2021 um 12:17 Uhr
Zusammensetzung?

Mich stört an den Fleisch- und Fischersatzprodukten vor allem, dass es sich hierbei i.d.R. um hochverarbeitete Produkte handelt, an bzw. in denen kaum noch etwas Natürliches zu finden ist. Es wird immer geraten, möglichst natürliche Nahrungsmittel zu verzehren, und viele Menschen möchten sich aus gesundheitlichen Gründen fleischlos ernähren. Dem widerspricht es meiner Meinung nach, wenn man Ersatzprodukte verzehrt, die oftmals viele Zusatzstoffe enthalten.