Hilflos ihrer Bank ausgeliefert fühlen sich viele Baufamilien, die variable Darlehen aufgenommen haben. Denn die Kreditverträge sagen oft nichts Konkretes darüber, wie der individuelle Zins den Schwankungen am Kapitalmarkt angeglichen wird. Erfahrungsgemäß sind die Kreditinstitute mit Anhebungen schnell bei der Hand, bei allgemein fallendem Zinsniveau ziehen sie aber erst mit großer Verspätung nach. Nun hat das Landgericht Dortmund Klauseln wie "Bei Erhöhung des Marktzinses kann die Bank den Zins angemessen anheben" für zu schwammig erklärt. Der Vertrag müsse klare Voraussetzungen für Zinsanpassungen nennen, ebenso Zeiträume für Überprüfungen und eine Anpassungsmarge, zum Beispiel 0,1- oder 0,2- Prozent-Schritte (Az. 8 O 559/99).

Tipp: Legen Sie im Vertrag einen Referenzzins fest, zum Beispiel "Euribor plus 0,5 Prozent". Wenn Sie sich von Ihrer Bank falsch behandelt fühlen, sollten Sie die Beratung der Verbraucherzentralen nutzen. In mehreren Urteilen haben Gerichte Kriterien für Zinsanpassungen bei variablen Darlehen entwickelt.

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