VTB Direkt­bank Fest­geld bis 100 000 Euro sicher

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VTB Direkt­bank - Fest­geld bis 100 000 Euro sicher

Die im Zusammen­hang mit der Ukraine-Krise gegen Russ­land verhängten Sanktionen beunruhigen zunehmend Sparer der VTB Direkt­bank aus Wien. Denn diese Bank hat eine russische Mutter. test.de erreichen vermehrt Anfragen von Nutzern, die sich um ihre Erspar­nisse sorgen.

Die Ängste sind unbe­gründet

Die wichtigste Botschaft zuerst: Ängste um die eigenen Erspar­nisse bei der VTB Direkt­bank sind unbe­gründet. Bei der Bank handelt es sich um eine eigen­ständige österrei­chische Tochter der russischen Staats­bank. Ginge die VTB Direkt­bank pleite, wären alle Guthaben bis 100 000 Euro nach EU-Recht gesetzlich geschützt.

Im Detail Die europäische Einlagensicherung

VTB Bank lockt mit hohen Fest­geldzinsen

Auch dienen die vergleichs­weise guten Fest­geld­angebote der VTB Direkt­bank nicht dazu, Geld nach Russ­land zu schleusen, wie manche Sparer fürchten. Selbst wenn die russische Muttergesell­schaft VTB, die sich zu rund zwei Dritteln in Staats­besitz befindet, ins Schlingern geriete, wäre die österrei­chische Tochter davon nicht betroffen. Zudem haben der russische Staat sowie die russische Zentral­bank erklärt, dass sie die Banken des Landes notfalls stützen wollen. Deshalb bleibt die Direkt­bank auch weiter im Online-Zinsvergleich auf test.de. Sparer finden hier die Konditionen von 511 Fest­zins­anlagen mit Lauf­zeiten zwischen einem Monat und 10 Jahren. Die Daten werden alle 14 Tage aktualisiert.

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Gelöschter Nutzer am 14.05.2014 um 19:20 Uhr
@Xander1941

"Angesichts des österreichischen Brutto-Inlandsprodukts von > 400 Milliarden wäre eine Pleite unerfreulich aber wohl unproblematisch." Darum ging es nicht. Steuerzahler sind nicht für die Entschädigung von Kunden, die ihr Geld bei der falschen Bank investiert haben, zuständig. Dafür gibt es die Einlagensicherung. Leider wurden die Steuerzahler von korrupten Politikern in der Vergangenheit mehrmals dazu missbraucht. Die Banken hat es sehr gefreut. Ich kenne die Einlagen beim Sicherungsfonds in Österreich nicht. In Deutschland werden diese Angaben in der Regel geheim gehalten. €2,5 Mrd sind aber für ein relativ kleines Land mit einem ebenso kleinen Sicherungsfonds alles andere als ein Pappenstiel.

Xander1941 am 13.05.2014 um 19:20 Uhr
Erstmal nachsehen

@Havda: Herzilichen Dank speziell für den letzten Kommentar. Der hat wenigstens offenkundig nicht mehr mit dem eingentlichen Thema zu tun.
Ebensowenig wie die zypriotische Bankenpleite mit der österreichischen Einlagensicherung.
Die Bilanz der VTB 2012 sieht soweit solide aus, lediglich das der deutliche Aktivüberhang bei den Auslandsaktiva ist angesichts der politischen Situation kein beruhigender Anblick.
Die VTB ist mit 6 Milliarden Bilanzsumme nach deutschen Maßstäben in der Größenordnung von Sparkassen und Volksbanken im oberen Mittelfeld. Die Einlagen um die es bei der Einlagensicherung geht, liegen in der Summe bei 2,5 Milliarden. Angesichts des österreichischen Brutto-Inlandsprodukts von > 400 Milliarden wäre eine Pleite unerfreulich aber wohl unproblematisch.

Gelöschter Nutzer am 13.05.2014 um 18:35 Uhr
@zujiko

"...dass die österreichische Einlagensicherung allein gelassen wird bei Problemen der VTB Bank..." Sie meinen also, dass mal wieder den Bürgern ihr Eigentum geraubt wird (Steuern), um es dann an gescheiterte Banken zu verschenken, damit diese und ihre Investoren nicht die Konsequenzen ihres Handelns auch tragen müssen? Ja, da könnten sie durchaus recht haben. Leider.

zujiko am 13.05.2014 um 10:37 Uhr
Einlagensicherung

@havda
Sie vermischen in Ihrer Antwort leider die komplexe Situation der Einlagensicherung. Sicher wird bei einem Supergau die Ausgangslage eine andere sein, aber Ihre Annahme, dass die österreichische Einlagensicherung allein gelassen wird bei Problemen der VTB Bank halte ich für unbegründet. Eher diese Aussage schürt unnötige Ängste.

Gelöschter Nutzer am 12.05.2014 um 20:06 Uhr
Kleiner aber feiner Unterschied

"Ginge die VTB Direkt­bank pleite, wären alle Guthaben bis 100 000 Euro nach EU-Recht gesetzlich geschützt." Nein! "Ginge die VTB Direkt­bank pleite, wären alle Guthaben THEORETISCH bis 100 000 Euro nach EU-Recht gesetzlich geschützt." Ein sehr kleiner aber überaus entscheidender Unterschied. Der österreichische Einlagensicherungsfonds ist um Welten kleiner als der deutsche. Genaues weiß man hier wie dort nicht. Abgesehen von Risiken wie dem Zerfall des Papiergeldsystems (durch ständiges Drucken von Billionen Euro an Papiergeld durch die EZB) und politischen Risiken (Enteignungen wie in Zypern) ist hier die große Frage, ob die winzige österreichische Einlagensicherung überhaupt in der Lage wäre, selbst die Pleite dieser relativ kleinen Bank auch in der Praxis zu überleben. Denn die Theorie interessiert dann niemanden. Ängste als unbegründet hinzustellen, halte ich deshalb für naiv bzw. reines Kalkül.