VPN-Test

So testet die Stiftung Warentest

02.06.2021

Die Stiftung Warentest bewertet VPN-Dienste in fünf Disziplinen: Geschwindig­keit und Zuver­lässig­keit, Schutz persönlicher Daten, Einrichtung und Betrieb, Vielseitig­keit, Mängel in den allgemeinen Geschäfts­bedingungen. Aus den fünf Teilnoten („Gruppen­urteilen“) ergibt sich die Gesamt­note, das test-Qualitäts­urteil.

VPN-Test Testergebnisse für 14 VPN-Dienste 06/2021

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Inhalt

VPN-Dienste im Test

Wir haben 14 Dienste für virtuelle private Netz­werke (VPN) mit deutsch­sprachiger Website sowie Software für Wind­ows, Android und iOS geprüft. Wir wählten Anbieter aus, die in besonders vielen Ländern eigene VPN-Server haben (Stand: November 2020). Zudem prüften wir beispielhaft zwei Browser mit VPN-Funk­tion: Brave und Opera.

Unter­suchungen

Wir nahmen alle Dienste verdeckt über die Software für Wind­ows, Android und iOS in Anspruch. Als wichtigsten Zugangsweg wählten wir Wind­ows – damit prüften wir Geschwindig­keit und Zuver­lässig­keit sowie allgemeine Geschäfts­bedingungen. Alle anderen Daten erfassten wir separat nach Betriebs­system. Die Daten­erhebung lief von Januar bis April 2021. Eine Anbieterbefragung erfolgte im April 2021. Die Preise erhoben wir am 28. April 2021 auf den Anbieter-Websites.

Geschwindig­keit und Zuver­lässig­keit: 35 %

Um die Surf-Geschwindig­keit zu ermitteln, erfassten wir mit der jeweiligen Wind­ows-Variante die Download- und Upload-Geschwindig­keit, die Latenz (Reaktions­zeit) sowie die Anzahl von Verbindungs­abbrüchen – wir verglichen diese Werte dann mit dem Zustand ohne VPN. Über einen Zeitraum von mindestens sieben Tagen wurde alle zwei Stunden sequenziell und auto­matisiert die Geschwindig­keit der Internet­verbindung gemessen

Wie sich Geoblocking umgehen lässt, haben wir aus zwei Richtungen untersucht. Einer­seits versuchten wir, aus Deutsch­land auf blockierte US-amerikanische (HBO Max, ESPN+) sowie britische Video­portale (BBC iPlayer) zuzugreifen. Anderer­seits simulierten wir den Zugriff auf deutsche Mediatheken (ARD-Sport­schau, ZDF und ARTE) vom Ausland aus.

Wie sich Zensurmaß­nahmen umgehen lassen, prüften wir anhand von Testern im Ausland, die versuchten, dort gesperrte Websites aufzurufen.

Schutz persönlicher Daten: 35 %

Wir prüften jeweils für die Wind­ows-, Android- und iOS-Anwendung den Umfang der erhobenen Nutzer­daten, Anbieter­aussagen zur „No-Log Policy“, tech­nische Schutz­maßnahmen bezüglich „Leak-Test“ und „Kill-Switch-Test“, den Daten­verkehr zwischen der VPN-Software und Servern im Internet, den Zugangs­schutz beim Nutzer­konto (zum Beispiel Pass­wort­politik und häufige Anmelde­versuche) sowie die Verschlüsselung der Daten­über­mitt­lung. Ein Jurist suchte nach Mängeln in der Daten­schutz­erklärung, etwa unzu­reichenden Informationen.

Einrichtung und Betrieb: 15 %

Jeweils für die Wind­ows-, Android- und iOS-Anwendung untersuchten wir, wie einfach und schnell die Erst­einrichtung verläuft, wie sicher die Voreinstel­lungen sind, wie einfach Anpassungen daran gelingen, wie Verbindungs­aufbau und -wechsel verlaufen, welche Hilfs­angebote vorhanden sind, welche Informationen der Anbieter über sich selbst gibt, wie die Update-Politik gestaltet ist und ob Bewertungs­aufforderungen oder störende Werbung einge­blendet werden.

Vielseitig­keit: 15 %

Wir erfassten, welche Hard- und Software-Platt­formen sowie Kommunikations­protokolle unterstützt werden, ob eine parallele Nutzung auf verschiedenen Geräten möglich ist, welche Vertrags­lauf­zeiten und Zahlungs­möglich­keiten zur Auswahl stehen, ob die Dienste kostenlose Probephasen ermöglichen und welche Zusatz­funk­tionen (etwa „Split Tunneling“) zu den Programmen gehören.

VPN-Test Testergebnisse für 14 VPN-Dienste 06/2021

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Mängel in den AGB (allgemeine Geschäfts­bedingungen): 0 %

Ein Jurist prüfte die allgemeinen Geschäfts­bedingungen auf unzu­lässige Klauseln, die Verbraucher benach­teiligen.

Abwertungen

Abwertungen führen dazu, dass sich Mängel verstärkt auf überge­ordnete Urteile auswirken. Sie sind mit einem Stern­chen *) gekenn­zeichnet. Folgende Abwertungen haben wir einge­setzt: Bei ausreichendem Schutz persönlicher Daten werteten wir das test-Qualitäts­urteil um eine Note ab – bei mangelhaftem Schutz konnte das test-Qualitäts­urteil nicht besser sein als die Note für den Schutz persönlicher Daten. Bei gravierenden Mängeln in der Daten­schutz­erklärung werteten wir das Urteil für den Schutz persönlicher Daten um eine Note ab – zudem konnte es nicht besser sein als Befriedigend (3,5). Bei sehr deutlichen Mängeln in den allgemeinen Geschäfts­bedingungen werteten wir das test-Qualitäts­urteil um eine halbe Note ab, bei deutlichen Mängeln um 0,3 Noten.

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