Als erster Anbieter hat Merrill Lynch zwei Zertifikate auf den VDax he­rausgebracht. Der VDax zeichnet die Schwankungsfreude (Volatilität) des deutschen Aktienindexes nach und gilt als verlässliches Indiz für die Nervosität des Marktes: Je niedriger der VDax, ­desto geringer sind die Kursausschläge.

VDax-Zertifikate sind ein gefundenes Fressen für Anleger, die bei niedrigem VDax auf eine Trendwende spekulieren. Die Zertifikate kommen auch als Risikopuffer für ein aktienlastiges Depot infrage: Bei schlechter Börsenentwicklung könnte ihre Wertsteigerung einen Teil der Kursverluste ausgleichen.

Die VDax-Zertifikate von Merrill Lynch (Isin DE 000 A0A XG4 1 mit einer Laufzeit bis zum 3. August 2004 und Isin DE 000 A0A XG5 8 bis 3. Mai 2005) haben jedoch den Nachteil, dass sie die Indexentwicklung nicht eins zu eins abbilden. Der Anbieter lässt sich die für ihn teure Absicherung mit einem hohen Aufgeld vergüten. Das mindert die Attraktivität der Zertifikate. Merrill Lynch arbeitet aber nach eigenen Angaben bereits an einem neuen Zertifikat, das den VDax besser abbilden soll.

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