Uschi Glas Creme Meldung

Der Rechtsstreit um die „Uschi Glas Hautnah Face Cream“ ist zugunsten der Stiftung Warentest entschieden. In einem einstimmigen Beschluss wies das Kammergericht in Berlin die Berufung der Herstellerfirma der Creme wegen „mangelnder Aussicht auf Erfolg“ zurück. Dies konnte der Vorstand der Stiftung, Dr. Werner Brinkmann, auf der Jahrespressekonferenz in Berlin vermelden.

„Neutral, objektiv, sachkundig“

Der Test ist nach Auffassung des Gerichts „neutral, objektiv und sachkundig“ durchgeführt worden, und sowohl die Art des Vorgehens als auch die aus der Untersuchung gezogenen Schlüsse seien vertretbar. Das beauftragte Prüfinstitut sei neutral gewesen und die Anzahl der testenden Probandinnen ausreichend. Auch die Auswahl der Testpersonen sei nicht zu kritisieren. Da der einstimmige Beschluss nicht anfechtbar ist, ist das Urteil des Landgerichts Berlin rechtskräftig und das Verfahren damit endgültig zugunsten der Stiftung Warentest beendet.

Fast 2000 getestete Produkte

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Stiftungsvorstand Dr. Werner Brinkmann

Gleichzeitig legte Dr. Brinkmann den Jahresbericht der Stiftung Warentest für 2005 vor. Die Auflagenzahlen von test und Finanztest lagen mit durchschnittlich 595 000 beziehungsweise 281 000 Exemplaren leicht unter dem Vorjahr. Dafür konnte der Umsatz im Online-Verkauf um 15 Prozent auf 1,5 Millionen Euro gesteigert werden. In insgesamt 215 Warentests hat die Stiftung im Jahr 2005 fast 2 000 Produkte geprüft.

Drei Untersuchungen von Unternehmensverantwortung

Mit dabei waren drei Untersuchungen der Corporate Social Responsibility (CSR), also der sozialen und ökologischen Unternehmensverantwortung. „Die anfänglich heftige Kritik der Wirtschaftsverbände an unseren CSR-Untersuchungen ist jetzt in eine sachorientierte Diskussion übergegangen“, sagte Brinkmann. Auch die Kooperationsbereitschaft der getesteten Anbieter habe in den vergangenen zwei Jahren deutlich zugenommen.

Schadstoffe in Billigwerkzeugen

Alarmierend häufig fanden die Tester gesundheitsgefährdende Schadstoffe in Aktionswaren von Lebensmitteldiscountern. Vor allem in den Griffen billiger Heimwerkergeräte entdeckten sie Schadstoffe, die über die Haut in den Körper gelangen und Krebs auslösen oder das Erbgut schädigen können. Inzwischen hätten die Discounter auf die Kritik reagiert, belastete Produkte seien dort seltener geworden. Allerdings waren auch bei einem Test von 33 Billigwerkzeugen aus Baumärkten drei von vier Werkzeugen stark oder sehr stark belastet.

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