Urteil in Österreich Meldung

Kühe. Sie sind auf einer Alm oft nicht einge­zäunt.

Eine Wanderung in Tirol im Jahr 2014 endete für eine deutsche Familie tragisch. Auf einem Weg über eine Alm war die Ehefrau und Mutter mit ihrem Hund unterwegs. Die Kühe reagierten offen­bar aggressiv auf den Hund, umzingelten die Frau zunächst und atta­ckierten sie dann. Die 45-Jährige starb an ihren schweren Verletzungen. Der Ehemann des Opfers verklagte den Land­wirt, dem die Kühe gehören, auf Schmerzens­geld. Nach jahre­langem Rechts­streit sprach das Land­gericht Inns­bruck dem Ehemann und dem Sohn des Opfers insgesamt rund 180 000 Euro zu (Az. 1 Jv 924–24/19x). Zusätzlich muss der Bauer eine monatliche Rente von 1 200 Euro an den Ehemann und 350 Euro an den Sohn zahlen.

Das Gericht begründete sein Urteil damit, dass der Bauer nicht ausreichend vor den Gefahren einer Herde mit Kälbern gewarnt hatte. Warn­schilder mit der Aufschrift „Achtung Mutterkuhhaltung“ hätten nicht ausgereicht. Der verurteile Land­wirt will in Berufung gehen.

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