Der frühere Geschäftsführer der Phoenix Kapitaldienst GmbH in Frankfurt am Main muss einem Kunden Verluste in Höhe von 70 000 Euro plus Zinsen ersetzen. Diese hatte der Kunde vor mehr als zehn Jahren mit Termingeschäften erlitten, die über die Firma abgewickelt wurden. Der Exgeschäftsführer wurde wegen sittenwidrigen Missbrauchs geschäftlicher Überlegenheit verurteilt (OLG Frankfurt; Az. 16 U 55/03, nicht rechtskräftig). Er hatte den Kunden nicht ausreichend über das Risiko von Termingeschäften aufgeklärt, erklärte der Düsseldorfer Rechtsanwalt Jens Graf.

Die Firma Phoenix hat nach Ansicht von Graf zahlreiche Anleger schon allein durch eine „Geschäftsbesorgungsgebühr“ von rund 33 Prozent geschädigt, die sie von jeder Einzahlung kassierte. Finanztest hat die üblen Geschäftsmethoden wiederholt kritisiert (siehe Telefongeschäfte).

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