Der Verkäufer einer Immobilie darf Provisionen nicht grundsätzlich verschweigen. Ein Verkäufer hatte in einer Musterrechnung, mit der er dem Käufer die erwartete Wertentwicklung darstellte, eine Innenprovision nicht angegeben. Der Käufer bezog somit die angegebenen Prozentangaben nicht auf den tatsächlichen Kaufpreis, sondern auf die gesamte Summe inklusive Provisionen, berichtet die Esslinger Kanzlei Hänssler & Häcker-Hollmann. Die tatsächlich zu erwartende Rendite war also niedriger. Da dem Käufer ein falsches Bild vermittelt wurde, muss der Verkäufer haften. Zwar muss eine ­Innenprovision beim Immobilienkauf grundsätzlich nicht offen gelegt werden. Ausnahmen gibt es aber dann, wenn dadurch die versprochene Wertentwicklung verfälscht wird (Landgericht Stuttgart, Az. 16 O 67/03, nicht rechtskräftig).

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