Die gesetzlichen Rentenversicherer müssen ihre Versicherten, die 65 Jahre alt geworden sind, auf ihr Recht auf Altersrente hinweisen, so das Bundessozialgericht (Az. B 13 R 58/06 R). Geschieht das nicht und stellt jemand erst mit 71 Jahren einen Rentenantrag, bekommt er zumindest für vier Jahre die Rente nachgezahlt. Das entspricht der Verjährungsfrist in der Sozialversicherung. Da in ­diesem Fall die Rente erst mit fast 67 Jahren begonnen ­hatte, konnte der Rentner außerdem eine um 10 Prozent höhere Zahlung beanspruchen, als sie mit 65 hätte geleistet werden müssen. Denn auch wer bewusst nach dem 65. Geburtstag in Rente geht, bekommt für bis zu 24 Monate einen Zuschlag von 0,5 Prozent für jeden Monat.

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