Finanzvertriebe müssen Kapitalanlegern die von ihrem Geld abgezogenen Provisionen offen legen, wenn sie das übliche Maß übersteigen. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in zwei Urteilen entschieden (Az. III ZR 355/02 und Az. III ZR 359/02). Der BGH geht davon aus, dass Vertriebsprovisionen von 15 Prozent üblich sind. Wird diese Grenze überschritten, müssen Anbieter die Höhe nennen. Die Urteile zwingen besonders Anbieter, die im Prospekt einen Teil der Provisionen nicht ausgewiesen haben, zu mehr Offenheit. Sonst müssen sie haften.

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