Unerlaubte und heimliche Privatgespräche auf einem Diensthandy können bei Arbeitnehmern zur fristlosen Kündigung führen – für Geschäftsführer gilt das nicht (Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz, Az. 10 Sa 787/05). Dem Geschäftsführer einer GmbH war vorgeworfen worden, er habe pro Tag im Schnitt 16 SMS verschickt und zahlreiche Privatgespräche übers Diensthandy geführt. Das Gericht befand aber, dass bei Geschäftsführern die private Handy-nutzung „sozialtypisch“ sei. Die fristlose Kündigung wäre nur gerechtfertigt, wenn in der Firma Privatgespräche ausdrücklich verboten gewesen wären.

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