Im ersten Prozess um Anlagen in Zertifikate der insolventen Investmentbank Lehman Brothers hat ein Ehepaar eine Niederlage erlitten. Das Landgericht Frankfurt/Main wies ihre Klage gegen die Frankfurter Sparkasse wegen Falschberatung ab (Az. 2-19 O 62/08, nicht rechtskräftig). Eine fehlerhafte ­Beratung habe das Ehepaar nicht nachweisen können. Vielmehr habe die Bank „unter Berücksichtigung des Anlageziels der Kläger“ beraten. Auch sei zum Zeitpunkt des Beratungsgesprächs „das Bonitätsrisiko der Emittentin des Zertifikats rein theoretischer Natur gewesen“, so das Gericht. Nach der Lehman-Pleite war das Zertifikat wertlos geworden. Zahlreiche Anleger haben ­ihre Bank auf Schadenersatz verklagt.

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