Ein Arzt ist nicht verpflichtet, einen Patienten an Termine für erneute Vorsorgeuntersuchungen zu erinnern. Das entschied das Oberlandesgericht Koblenz. Mit dem Urteil hob es eine Entscheidung des Landgerichts Trier auf und wies die Klage einer Patientin ab. Sie hatte von ihrer Frauenärztin Schmerzensgeld gefordert, weil die Ärztin sie nach einem ersten Verdacht auf ein Mammakarzinom nicht hinreichend zu weiteren Vorsorgeuntersuchungen gedrängt habe. Das Landgericht hatte darin noch eine Pflichtverletzung gesehen und der Klägerin ein Schmerzensgeld von 30 000 Euro zugesprochen. Nun hatte die Ärztin in der Berufung Erfolg. Es genüge, so die Richter, wenn ein Arzt auf die Notwendigkeit weiterer Untersuchungen hinweise. Alles Weitere sei Sache des Patienten, so das Gericht (Az. 5 U 186/10).

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