Ging aus der Steuererklärung hervor, dass den Eltern für ihr Kind ein Ausbildungsfreibetrag zusteht, obwohl sie ihn nicht ausdrücklich beantragt haben, muss das Finanzamt den Steuerbescheid nachträglich korrigieren. Das entschied der Bundesfinanzhof (BFH). Die Eltern hatten in der Anlage „Kind“ den Ausbildungsfreibetrag nicht angekreuzt. Erst später haben sie bemerkt, dass ihnen dieser zustand. Weil die Einspruchsfrist vorbei war, wollte das Finanzamt den Bescheid nicht mehr ändern. Nun muss es doch noch den Freibetrag gewähren (BFH, Az. III R 24/02).

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