Für den Anspruch auf Arbeitslosengeld muss ein Arbeitnehmer in den drei Jahren vor Beginn seiner Arbeitslosigkeit mindestens zwölf Monate (Anwartschaftszeit) lang einer versicherungspflichtigen Beschäftigung nachgegangen sein. Die Mutterschutzzeit ist mitzurechnen, entschied das Bundesverfassungsgericht (Az. 1 BvL 10/01). Die anders lautende Gesetzeslage zwischen 1998 und Ende 2002 sei grundgesetzwidrig. Der Gesetzgeber muss nun eine verfassungsgemäße Regelung für Fälle aus dieser Zeit finden.

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