Ein Anleger darf die Zinsen für einen Kredit, mit dem er Anteile an einer Agentur für neue Medien erworben hatte, nicht als Werbungskosten von seinen Einkünften aus Kapitalvermögen abziehen. Das Finanzamt und auch das Finanzgericht Hamburg lehnten das ab, weil die Beteiligung auf steuerfreien Vermögenszuwachs zielte und nicht auf steuerpflichtige Dividenden (Az. VI 176/02). Dafür sprach in diesem Fall, dass das Darlehen nur eine kurze Laufzeit hatte (bis zu 3¾ Jahre) und die Darlehensrückzahlung an den Verkauf der Aktien gekoppelt war.

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