Urteil „Kinder­wunsch-Tee“ als Name nicht erlaubt

Urteil - „Kinder­wunsch-Tee“ als Name nicht erlaubt
Abwarten und Tee trinken? Paare mit unerfülltem Kinder­wunsch sollten lieber zum Arzt gehen. © Istockphoto

Beinahe jedes zehnte Paar in Deutsch­land ist ungewollt kinder­los. Seelische Belastung kann dazu führen, dass jedes Mittel Hoff­nung gibt – auch ein „Kinder­wunsch-Tee“. Es ist aber unzu­lässig, einen Kräutertee so zu bezeichnen, wenn seine empfäng­nisfördernde Wirkung nicht wissenschaftlich nachgewiesen werden kann. Dies entschied jüngst das Oberlandesgericht Köln in einem Rechts­streit zwischen einem Wett­bewerbs­verband und dem Unternehmen Madena: Es warb laut Gericht damit, dass sein Tee Pflanzen­stoffe enthalte, die in der Erfahrungs­heil­kunde angewendet würden, um den Zyklus zu harmonisieren und so den Eisprung zu fördern. Die Werbung sei so zu verstehen, „dass der Tee Probleme, die einer Empfäng­nis im Wege stünden, lindere und so die Empfäng­nis ermögliche“. Solche gesund­heits­bezogenen Angaben sind laut Gericht jedoch nur zulässig, wenn sie auf allgemein anerkannte wissenschaftliche Nach­weise gestützt seien. Einen solchen hätten die Beklagten nicht vorgelegt (Az. 6 U 181/18).

Tipp: Suchen Sie ärzt­liche Hilfe, wenn Sie nach etwa einem Jahr mit Sex an frucht­baren Tagen nicht schwanger werden.

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