Ein Anlageberater muss laut Urteil des Oberlandesgerichts München II Schadenersatz von 15 300 Euro plus 5 Prozent Zinsen leisten ( Az. 19 U 3059/02). Der Mann habe beim Verkauf von Gewinnscheinen der österreichischen Firma Imperial eine Hausfrau vorsätzlich sittenwidrig geschädigt. Die Frau war nicht über die lange Laufzeit der Papiere informiert worden. Nach Auskunft des Münchner Rechtsanwalts Jürgen Klass wäre die Anlegerin bei Vertragsende 90 Jahre alt gewesen.

Zudem hatte der Berater verschwiegen, dass die Papiere nur außerbörslich gehandelt werden und mangels Nachfrage nicht ohne massive Abschläge verkauft werden können. Bei Kenntnis dieser Risiken hätte die Frau die Gewinnscheine nicht gekauft, urteilte das Gericht.

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