Ein Vermittler der Göttinger Gruppe muss einem Anleger nicht nur den Schaden von 5 342 Mark ersetzen, der diesem durch einen vorzeitigen Vertragsausstieg entstanden ist. Er muss auch die Anwaltskosten des Anlegers in Höhe von 3 140 Mark bezahlen. Das entschied das Amtsgericht Nürnberg (Az. 20 C 8501/01).

Der Mann hätte die Verträge für eine Beteiligung bei der Göttinger Gruppe nie abgeschlossen, wenn ihn der Vermittler über den möglichen Verlust seines Geldes aufgeklärt hätte. Der Anleger kündigte, als er das Risiko erkannte. Die Göttinger Gruppe zahlte ihm daraufhin ein deutlich unter der Einzahlung liegendes Abfindungsguthaben. Das wollte der Mann nicht hinnehmen. Er verklagte den Vermittler auf die Differenzsumme. Außerdem forderte er die Erstattung der Gebühren, die er der Nürnberger Kanzlei von Rochow & Partner zahlen musste.

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